Die Trennung von Trainer Marc Schweiger ist sportlich nachvollziehbar – der Zeitpunkt aber überraschend.

Die Leistung der Sportfreunde machte Trainer Marc Schweiger in der Hinrunde immer wieder fassungslos.
Die Leistung der Sportfreunde machte Trainer Marc Schweiger in der Hinrunde immer wieder fassungslos.

Die Leistung der Sportfreunde machte Trainer Marc Schweiger in der Hinrunde immer wieder fassungslos.

Ralph Matzerath

Die Leistung der Sportfreunde machte Trainer Marc Schweiger in der Hinrunde immer wieder fassungslos.

Monheim. Nicht wenige verbinden ein neues Jahr mit einem Neuanfang. Der Fußball-Oberligist SF Baumberg (SFB) gehört dazu. Dieser teilte wie berichtet die sofortige Trennung von seinem Trainer mit.

Die Trennung von Chefcoach Marc Schweiger sei das Ergebnis einer Analyse der Hinrunde und der momentanen sportlichen Situation, heißt es in der offiziellen Mitteilung der abstiegsbedrohten Monheimer.

Co–Trainer übernehmen als Übergangslösung

Das Ende der Zusammenarbeit soll somit angeblich auf keiner Entlassung basieren. Schweiger hatte erst im vergangenen Sommer die sportliche Verantwortung der Mannschaft übernommen. Wer das abstiegsbedrohte Team, das heute in seine Rückrunden-Vorbereitung starten möchte, von nun an übernehmen und vor dem Abstieg bewahren soll, steht noch nicht fest. Co-Trainer Christian Ovelhey und Torwart-Trainer Sascha Polensky werden als Interimstrainer einspringen.

Rein sportlich betrachtet ist der Schnitt zur Winterpause nachvollziehbar. Lediglich der Zeitpunkt überrascht dann doch etwas – zu diesem Schluss hätten die Verantwortlichen auch direkt nach dem letzten Hinrundenspiel kommen können. Lediglich vier Siege aus 17 Spielen sind wahrlich keine Bilanz, die unbedingt Werbung für die bisherige Leistung der Mannschaft macht. Seit Anfang November warten die Baumberger auf einen Dreier in der Liga. Dort belegen sie aktuell den 16. Rang, der den Gang in die Landesliga bedeuten würde.

Wo genau die Gründe für die schwachen Darbietungen liegen, lässt sich nur schwer festmachen. Auch in Baumberg ist der Trainer das schwächste Glied in dieser Kette. „Wir haben uns zusammengesetzt und lange Zeit hin und her überlegt. Nach und nach kristallisierte sich dann das Beenden unserer Zusammenarbeit als die beste Lösung heraus“, berichtet Schweiger, der die Baumberger laut eigener Aussage im Guten verlässt.

Zufrieden dürfte der Coach mit seiner Zeit in Monheim jedoch nicht sein. „Ich bin damals nicht nach Baumberg gekommen, um nach einem halben Jahr wieder zu gehen“, sagt der 45-Jährige. Dieses halbe Jahr war vor allen Dingen von „Aufs“ und „Abs“ geprägt. Die Sportfreunde fanden nie wirklich eine klare Linie in der Saison. Auch intern bewarf man sich nicht immer nur mit Rosen. Ihren Höhepunkt fanden die Unruhen mit dem durch den Vorsitzenden, Jürgen Schick, verhängten Maulkorb. Trainer Schweiger und alle Spieler bekamen Ende November ein Redeverbot von Schick. Der Effekt: gleich Null.

Mannschaft soll kein Alibi für schlechte Leistung haben

Mit dem neuen Jahr und dem noch unbekannten neuen Trainer soll nun aber wieder alles besser werden. Der Vorstand nimmt nun die Mannschaft in die Pflicht. In der Theorie bestimmt kein schlechter Plan, wie die Praxis aussieht, steht aber auf einem ganz anderem Blatt.

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