Mit gerade einmal sieben Spielern schlägt die SG Langenfeld im letzten Spiel Königshardt 110:89.

Langenfeld/Monheim. Es wurde Zeit, dass die Basketball-Oberliga-Saison zu Ende ging. Die SG Langenfeld hatte gerade noch sieben Spieler im Aufgebot. Um so höher ist der 110:89 (62:41) über den TVJ Königshardt einzuschätzen. Trainer Markus Dobke sprach sogar von der besten Offensivvorstellung der Saison. Hinzu kommt noch, dass auch die Trefferquote von der Freiwurflinie bisher noch nie erlebte 83 Prozent (25 von 30 Würfen) betrug.

Nach einem Erfolg sah es anfangs allerdings nicht aus. Die Oberhausener gingen 16:7 (4.) in Führung, bevor die SGL die Lücke unter dem Korb dichtmachen konnte. So war der Weg für eine kontinuierliche Aufholjagd geebnet. Bereits am Ende des ersten Viertels lagen die Langenfelder 30:26 vorne. Die Weichen für einen klaren Sieg wurden unter anderem durch fünf Dreier von Kampe, Klaas, Vogel und Mekki gestellt.

Nach der Pause musste Königshardt auf Topscorer Christoph Günnewich verzichten, der sich in der ersten Spielhälfte verausgabt hatte, und kam im dritten Viertel auf nur noch 14 Punkte. Die SGL dagegen zeigte sich nach wie vor treffsicher und hatte bereits nach 30 Minuten mit 89:55 einen uneinholbaren Vorsprung herausgeholt. Tobias Kluth knackte die 100-Punkte-Marke durch zwei Freiwürfe.

SG Langenfeld: Beldzik (12), T.Kluth(20), Kampe (15), Klaas (30), Vogel (14), Mekki (14), B. Kluth (5)

 

Mausbach (6), Gieseck (8), Knupp (13), Kunz (15), Lendel (2), Karantonis (6), Meyer (8), Mendorf (12), Benkirat (3)

Viel fehlte nicht, und die BG Monheim hätte am letzten Spieltag in der Basketball-Oberliga für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Als am Ende abgerechnet wurde, hatte der Aufsteiger in die 2. Regionalliga, der Willicher TV, in der Halle am Berliner Ring aber doch knapp mit 77:73 (29:32) die Nase vorn.

Für das Monheimer Team von Tom Warschun bleibt damit in der Endabrechnung der 9. Tabellenplatz (14:30 Punkte). "Schade, dass wir in manchen Situationen die falsche Entscheidung getroffen haben. Ganz am Ende stand die Partie auf des Messers Schneide. Da hätten auch wir gewinnen können", fasste der BGM-Trainer zusammen.

Monheim lag zunächst 6:10 zurück, führte aber zwei Minuten darauf schon mit 15:10. Doch davon ließ sich der neue Meister nicht beeindrucken, machte in der Folge mächtig Tempo und schien sechs Minuten vor der Schlusssirene angesichts der klaren 67:45-Führung einem souveränen Sieg entgegenzustreben.

Aber Monheim gab sich noch nicht geschlagen. Mit einem fulminanten Schlussspurt glich das Warschun-Team 30 Sekunden vor dem Ende zum 73:73 aus, ehe die nervenstarken Willicher doch noch ihren 20. Saisonsieg perfekt machten.

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