Ayla Faber aus Mettmann spielt jetzt in Neuss in der Jugend-Bundesliga.

Mettmann. Sie ist eine Teamspielerin. Für den gemeinsamen Erfolg gibt sie alles, sieht sich dabei aber immer als Teil einer Einheit. „Mir ist es wichtig, mich mit den anderen weiterzuentwickeln und zusammen für ein Ziel zu kämpfen“, sagt Ayla Faber. Persönlich herausstechen möchte die 15-Jährige nicht, im Mittelpunkt zu stehen, ist der Zentralspielerin außerhalb des Basketballfeldes eher unangenehm. Dabei ist sie mit ihrer athletischen Statur, den langen blonden Haaren und allein ihrer Körperlänge von 1,82 Meter alles andere als unauffällig.

Ein konkretes Vorbild hat die 15-Jährige auf dem Feld nicht

Was im Alltag herausragend wirkt, relativiert sich zwischen den Körben. „In der 2. Damen-Bundesliga gehöre ich nicht zu den Größten. Da sind einige deutlich über 1,90 Meter“, betont die Sportlerin. Zu ihnen kann sie aufschauen, sich an ihrer Leistung orientieren. Ein konkretes Vorbild hat sie allerdings nicht. Ihren Platz im Team muss sich die Mettmannerin erst erkämpfen. Denn die talentierte Spielerin von Mettmann-Sport wechselte zu Saisonbeginn zur TG Neuss. Dort hat sie die Chance, nicht nur in der Jugend-Bundesliga am Ball zu bleiben, sondern gleichzeitig in der Zweiten Damen-Bundesliga erste Erfahrungen zu sammeln. Für die 15-Jährige war das der nächste Schritt auf dem Weg zum großen Wurf – auch wenn ihr der Abschied aus ihrer sportlichen Heimat schwergefallen ist. „Hier habe ich mich immer sehr wohl gefühlt und hatte mit Birgit Plescher auch eine wirklich gute Trainerin.“

Unter ihrer Regie entwickelte sich Ayla Faber zur Leistungsträgerin des U 15-NRW-Teams. Den Wechsel nach Neuss sieht Plescher positiv. „Talente müssen in guten Vereinen gefordert und gefördert werden. In Mettmann fehlen uns noch die entsprechenden professionellen Strukturen.“ Sie sei auch ein wenig stolz, ihre Schülerin auf diesen nächsten wichtigen Schritt vorbereitet zu haben. „Für den Verein ist das auch etwas Besonderes“, betont die Trainerin. Mit ihrer Premiere in der Zweiten Liga hat die junge Spielerin ihre erste große Herausforderung bereits erfolgreich gemeistert. In Berlin stand die Mettmannerin zehn Minuten auf dem Parkett und trug drei Punkte zum Sieg ihrer neuen Mannschaft bei. „Das hat schon richtig viel Spaß gemacht. Das ist ein ganz anderes Niveau. Da geht es ganz anders zur Sache“, erzählt die 15-Jährige.

Bei den Neusser Frauen möchte sie gerne regelmäßig mitspielen

Ihr Ziel ist, regelmäßig im Frauen-Team zum Einsatz zu kommen. Dazu absolviert sie jede Woche mindestens vier, oft doppelte Einheiten. Außerhalb des Basketballfeldes und den Unterrichtsstunden am Beruflichen Gymnasium bleibt Ayla Faber wenig Zeit zur freien Verfügung. Doch sie ist sich sicher, dass der Einsatz sich lohnt. „Es ist schon anstrengend, aber die Mischung aus Schnelligkeit, Taktik und Technik reizt mich. Basketball ist einfach mein Sport.“ Nun hofft sie, sich mit der Neusser Jugendmannschaft in der Bundesliga bis zu den Deutschen Meisterschaften vorkämpfen zu können und eine Einladung in den U 16-Nationalkader zu bekommen. „Da ist die Konkurrenz jedoch richtig stark und mir ist auch klar, dass es weitergeht, selbst wenn ich es nicht schaffe.“ Sie strebt daneben erst einmal ihren Abschluss an. „Meine Ausbildung darf nicht auf der Strecke bleiben, denn eine Sportkarriere kann bei einer Verletzung schnell vorbei sein.“ Der Traum von einem Auftritt in der 1. Bundesliga ist für sie daher nur ein fernes Funkeln. „Der Weg dahin ist sehr weit.“

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