Der FC Langenfeld hat das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen Bischmisheim klar verloren.

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Björn Joppien (hinten) und Przemyslaw Wacha kämpften im Doppel engagiert, verloren aber trotzdem.

Björn Joppien (hinten) und Przemyslaw Wacha kämpften im Doppel engagiert, verloren aber trotzdem.

Stefan Fries

Björn Joppien (hinten) und Przemyslaw Wacha kämpften im Doppel engagiert, verloren aber trotzdem.

Langenfeld. Eigentlich hätte sich das Badminton-Team des FC Langenfeld die Fahrt ins Saarland zum Rückspiel des Halbfinals um die Deutsche Meisterschaft am Sonntag sparen können. Der Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim/Saarbrücken hatte mit seiner stärksten Formation am Samstag in der Langenfelder Halle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums einen sicheren 6:2-Sieg erzielt. Aber aufgeben ist ein Fremdwort für die FCL-Mannschaft.

Der FC Langenfeld verkauft sich so teuer wie möglich

Sie hatte in eigener Halle selbst nach einem 0:6-Rückstand verbissen um jeden Punkt gekämpft und blieb dieser Linie auch in Bischmisheim treu. Die Gastgeber verzichteten am Sonntag nach ihrer 4:2-Führung auf die beiden letzten Spiele, da sie in der Gesamtwertung nicht mehr einzuholen waren.

Nach der herben Niederlage am Samstag waren am Sonntag die beiden Siege des Mixed Mike Joppien/Katrin Wannhoff und im zweiten Herreneinzel durch Björn Joppien in jeweils drei Sätzen ein wenig Balsam auf die Langenfelder Wunden.

Der Titelverteidiger Bischmisheim wollte am Samstag in gegnerischer Halle den totalen Triumph und wurde dazu leidenschaftlich von seinen Fans, die mit einem großen Bus gekommen waren, angefeuert. "Wir wussten um die Favoritenrolle des Gegners. Unsere Mannschaft hat sich jedoch teuer verkauft und auch im Rückspiel toll gekämpft", urteilte Obmann Günther Joppien.

Den Langenfeldern geht am Ende einfach die Kraft aus

Der Kampf um jeden Punkt lässt sich auch an den Ergebnissen festmachen. Die Hälfte der acht Spiele wurde am Samstag erst im dritten Satz entschieden - nur im Mixed mit dem besseren Ausgang für den FCL. So musste das erste Herrendoppel Przemyslaw Wacha/Björn Joppien nach gewonnenem ersten Satz die sehr starke Leistung von Hopp/Fuchs in den beiden folgenden Sätzen anerkennen.

30 Minuten nach diesem Kraftakt traf Wacha im ersten Herreneinzel auf den ausgeruhten Arvand Bath, der nur in dieser Partie eingesetzt wurde. Nach einem Spiel auf hohem Niveau und mit tollen Ballwechseln hatte der Inder im dritten Satz mit 21:19 das bessere Ende für sich. Und bei Andreas Wölk reichten im dritten Herreneinzel die Kräfte gegen Marcel Reuter nicht, um den dritten Satz für sich zu entscheiden.

Von ihren besten Spielen weit entfernt waren lediglich Thorsten Hukriede/Mike Joppien, die im zweiten Herrendoppel, in dem mit einem Punkt für den FCL gerechnet worden war, deutlich gegen Cassel/Spitko (17:21, 11:21) unterlagen. Dagegen bot das Damendoppel Ella Diehl/Aileen Rößler eine sehr gute Partie gegen Xu/Persson, die mit 19:21 im zweiten Satz auf der Kippe stand.

In Bischmisheim revanchierten sich die umgestellten beiden Herrendoppel (Wacha/Mike Joppien und Björn Joppien/Hukriede für die Niederlagen vom Vortag.

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