Nach dem Erfolg gegen Hamburg und Bischmisheim wird Langenfeld in der Play-Off-Runde wohl erneut auf den amtierenden Meister Bischmisheim treffen.

Langenfeld. Einen überraschenden Ausgang nahm der letzte Doppelspieltag in der Badminton-Bundesliga. Der FC Langenfeld brachte nicht nur vom VfL 93 Hamburg den erwarteten 6:2-Sieg mit, sondern schickte 24 Stunden später auch den amtierenden Deutschen Meister 1.BC Bischmisheim/Saarbrücken mit dem gleichen Ergebnis nach Hause.

"Die haben wohl gepokert und waren gar nicht sonderlich an einem Sieg bei uns interessiert, um in der Play-Off-Runde Berlin aus dem Weg zu gehen", vermutete Langefelds Obmann Günther Joppien. So deutet sich nach Lage der Dinge eine Neuauflage der Spiele im Halbfinale (21./22.März) zwischen dem FCL und dem Titelverteidiger Bischmisheim an.

In Hamburg wurden bis auf das Damendoppel, das Ella Diehl und Aileen Rößler knapp in drei Sätzen verloren, und dem dritten Herreneinzel, in dem Andreas Wölk antrat, alle anderen Spiele in zwei Sätzen gewonnen.

Am Sonntag kam Bischmisheim nicht in stärkster Besetzung nach Langenfeld, doch fehlte beim FCL auch der erkrankte Björn Joppien. Katrin Wannhoff konnte nur im Mixed antreten. Dennoch kamen die 200 Zuschauer auf ihre Kosten, da zahlreiche Spiele auf gutem Niveau geboten wurden und an Spannung nichts zu wünschen übrig ließen.

So unterlag das erste Herrendoppel Przemyslaw Wacha/Mike Joppien mit 19:21 im dritten Satz denkbar unglücklich. Zu gleicher Zeit musste das Bischmisheimer Damendoppel nach 1:1 Sätzen wegen einer Verletzung von Spitzenspielerin Xu Huaiwen aufgeben. Sie wurde im Einzel von Carola Bott ersetzt, die gegen Ella Diehl chancenlos war.

VfL 93 Hamburg - FC Langenfeld 2:6

1. BC Beuel - BV Gifhorn 5:3

SG ETB Berlin - Un. Lüdinghausen 8:0

Lüdinghausen - VfL Hamburg 4:4

Gifhorn - Berlin 2:6

Langenfeld - 1. BC Bischmisheim 6:2

1. 1. BC Beuel 10 9 0 1 55:25 18:2

2. FC Langenfeld 11 7 2 2 53:35 16:6

3. BC Bischmisheim 10 5 3 2 48:32 13:7

4. SG ETB Berlin 11 6 1 4 56:32 13:9

5. BV Gifhorn 10 3 2 5 33:47 8:12

6. Un. Lüdinghausen 10 1 1 8 21:59 3:17

7. VfL 93 Hamburg 10 0 1 9 22:58 1:19

Eine ebenso starke Partie wie das zweite Doppel Thorsten Hukriede/Wölk bot das Mixed Hukriede/Wannhoff, das sich in drei Sätzen gegen Hopp/Persson durchsetzte.

Damit führte Langenfeld 4:1, bevor Wacha im ersten Herreneinzel dem Litauer Navickas eine Lektion erteilte und den fünften Punkt errang. Da Wölk sich anschließend im zweiten Einzel überraschend gegen Reuter durchsetzte, fiel der Sieg sehr deutlich aus.

Das Pokern und Taktieren auf beiden Seiten hat jedoch im Play-Off-Halbfinale, in dem die Karten neu gemischt werden, ein Ende.

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