Der Mettmanner Bezirksligist musst konstant bleiben.

Analyse
Jubelnde Mettmanner – das wurde in der Hinrunde zur Gewohnheit.

Jubelnde Mettmanner – das wurde in der Hinrunde zur Gewohnheit.

Janicki

Jubelnde Mettmanner – das wurde in der Hinrunde zur Gewohnheit.

Mettmann. Als einer der „ganz heiß“ gehandelten Aufstiegsfavoriten ist Fußball-Bezirksligist ASV Mettmann in die Saison 2015/16 gestartet. Die Experten haben bisher Recht behalten. Die gesamte Hinrunde und auch das erste Rückrundenspiel blieb das Team von Michael Kirschner ungeschlagen und führt zur Winterpause die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung vor dem hartnäckigsten Verfolger FSV Vohwinkel an.

Der ASV Mettmann startete mit dem notwendigen Selbstbewusstsein in die Spielzeit. Sowohl Vorsitzender und Hauptsponsor Musa Ibis als auch Teammanager Maik Frey machten hinsichtlich der Formulierung des Saisonzieles keine verbale Akrobatik, sondern sagten klar und deutlich: „Wir wollen aufsteigen.“

Michael Kirschner blieb da etwas zurückhaltender, machte aber keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft sicherlich Aufstiegsambitionen habe. Die Zuversicht der ASV-Verantwortlichen war begründet, denn bereits in der Spielzeit 2014/2015 mischte der ASV in der Bezirksliga lange Zeit oben mit, musste aber anerkennen, dass Aufsteiger SSVg Heiligenhaus den kleinen Deut besser war.

Aber bereits damals wurde deutlich, dass Michael Kirschner über einen Kader verfügte, um den ihn viele seiner Kollegen beneideten. Mit Thomas Zelles, Dennis Rossow, Daniel Rehag und Torwart Semih Demirhat gehörten bereits fünf Akteure dem Aufgebot an, die über Oberliga-Erfahrung verfügten. Vor dieser Saison ging die gezielte Kaderplanung beim ASV weiter. Mit Marcus Bryks (SF Baumberg) wurde ein weiterer Ex-Oberliga-Spieler verpflichtet, der während der Hinrunde eindrucksvoll unter Beweis stellte, wie wichtig er auf der Sechser-Position für die Mettmanner ist. Auch Phil Eilenberger (SCB Neandertal), der seinem Zwillingsbruder Marc zum ASV folgte, erwies sich als wichtiger und torgefährlicher offensiver Mittelfeldspieler.

Neuzugang Frederic Lühr hat bereits 17 Treffer erzielt

Kirschner hatte zudem das richtige Händchen, als er Stürmer Frederic Lühr, der in der vergangenen Saison für den SV Hilden-Nord 20 Treffer erzielte, zum Sportzentrum Auf dem Pfennig in Metzkausen lockte. Der junge Angreifer hat bereits jetzt 17 Tore für seinen neuen Verein geschossen und liegt damit in der Bezirksliga-Torschützenliste auf Rang zwei. Dabei profitiert der Mittelstürmer vor allem von seinen Kollegen aus der Offensivabteilung. Mit Daniel Rehag, Marc und Phil Eilenberger sowie Severin Przybylski sind gleich vier ASV-Fußballer in der Vorlagen-Statistik unter den ersten fünf Akteuren der Liga.

Trainer Michael Kirschner, der immer wieder betont, wie wichtig seine Assistenten Meher Siala (Co-Trainer) und Yalcin Kilic (Torwart-Trainer) für den großen Bezirksliga-Kader sind, macht deutlich, dass vor dem Aufstieg noch einige wichtige Hürden zu überwinden sind. Die direkten Verfolger FSV Vohwinkel (drei Punkte Rückstand) und Blau-Weiß Mintard (vier Punkte zurück) werden alles daran setzten, den Mettmannern den Aufstieg zu versalzen.

Wer den ASVCoach näher kennt, weiß aber, dass der ehrgeizige Trainer sich etwas einfallen lassen wird, um seine Mannschaft an der Tabellenspitze zu halten.

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