Der Ratinger Oberligist plant einen Erfolg gegen den KFC Uerdingen nicht ein, würde sich aber freuen, wenn’s klappt. Landesligist FC Wülfrath vermeldet einen neuen Trainer.

Der Ratinger Oberligist plant einen Erfolg gegen den KFC Uerdingen nicht ein, würde sich aber freuen, wenn’s klappt. Landesligist FC Wülfrath vermeldet einen neuen Trainer.
Tanz um den Ball zwischen Daniel Keita-Ruta (weißes Trikot) und Uerdingens Darko Anic. Archiv

Tanz um den Ball zwischen Daniel Keita-Ruta (weißes Trikot) und Uerdingens Darko Anic. Archiv

Strücken

Tanz um den Ball zwischen Daniel Keita-Ruta (weißes Trikot) und Uerdingens Darko Anic. Archiv

Ratingen/Wülfrath. Jens Stieghorst ist ein wenig im Stress. Am Sonntag kommt der KFC Uerdingen ins Stadion von Ratingen 04/19 – und vor dem Spitzenspiel gibt es doch ein paar kleinere Problemchen. Die Krefelder bringen traditionell viele Anhänger mit. Doch ausgerechnet nun hat die Polizei die Gegentribüne des Stadions gesperrt. „Hinter der Tribüne ist eine Baustelle“, sagt Stieghorst. Heißt: Die Ordnungshüter haben ein wenig Angst davor, was die Uerdinger Anhänger so alles mit Baumaterialien anstellen könnten. Also müssen die Gästefans in die Kurve hinter das Tor – und das bei Wettervorhersagen, die nicht gerade rosig sind.

„Die ganzen Sicherheitsbedingungen machen das Spiel für uns leider deutlich teurer“, sagt Stieghorst, der daher um Verständnis dafür wirbt, dass gegen Uerdingen die Eintrittspreise für die Haupttribüne leicht angehoben werden: zehn Euro kostet der normale Sitzplatz, ermäßigte Karten kosten acht Euro. Die Plätze in der Gästekurve gehen – mangels Dach – für einheitlich acht Euro über die Theke. Erwartet werden nicht ganz so viele Uerdinger wie zu normalen Spielen. Denn der Aufstiegszug ist für den Gegner längst abgefahren, die letzten Ergebnisse der Uerdinger sprechen nicht immer für die Rot-Blauen. „Ich habe Uerdingen aber unter der Woche gegen Essen gesehen“, sagt Trainer Peter Radojewski. „Die Mannschaft ist stärker besetzt als wir, da sind wir nur Außenseiter. So gehen wir auch in das Spiel.“

„Die Mannschaft ist stärker besetzt als wir, da sind wir nur Außenseiter. So gehen wir auch in das Spiel.“

Peter Radojewski, Trainer von Ratingen 04/19, zum morgigen Gegner KFC Uerdingen

Vor allem können die Gastgeber aber zumindest halbwegs entspannt auflaufen. „Niemand von uns hätte gedacht, dass wir in der Englischen Woche aus drei Spielen neun Punkte holen“, sagt Abwehrchef Adnan Hotic. „Von daher kann man den KFC ein wenig als Bonus sehen.“ Heißt: Ein Sieg wäre toll – aber angesichts der nicht mehr ganz so prekären Situation wie vor zwei Wochen kein zwingendes Muss.

Maik Franke übernimmt im Sommer als Trainer den FCW

„Solange es theoretisch möglich ist, werden wir alles daran setzen, den Abstieg zu vermeiden“, erklärt der Vorsitzende des FC Wülfrath, Michael Massenberg, und zeigt damit, dass er die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht ganz aufgeben hat. Für die weiteren Planungen denken er und seine Vorstandskollegen aber zweigleisig. „Sicherlich müssen wir uns auch intensiv damit befassen, dass wir in der nächsten Spielzeit der Bezirksliga angehören können.“

Die wichtigste Weichenstellung für die kommende Spielzeit haben die FCW-Verantwortlichen in dieser Woche bereits vorgenommen. „Mit Wirkung vom 1. Juli wird Maik Franke unser neuer Trainer. Er hat einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben. Dieser Vertrag gilt sowohl für die Landes- als auch für die Bezirksliga“, erklärt der Wülfrather Vorsitzende. „Wir sind froh, mit Maik Franke einen erfahrenen Trainer geholt zu haben, der das Umfeld im niederbergischen Fußball gut kennt.“ Das Amt des Co-Trainers werde in Personalunion der Sportliche Leiter Joachim Dünn übernehmen, nennt Massenberg eine weitere Personalie. Derzeit steht Maik Franke, der elf Jahre den SV Hösel trainierte und mit diesem Ratinger Klub in die Bezirksliga aufstieg, beim Bezirksligisten Union Velbert unter Vertrag.

FCW-Interimscoach Joachim Dünn blickt derweil auf die anstehende Begegnung am Sonntag (15 Uhr, Rheinkalkstadion Am Erbacher Berg) gegen den Oberhausener Landesligisten DJK Arminia Klosterhardt. „Das wird gegen den Tabellenfünften keine leichte Aufgabe – ich halte sie aber für lösbar“, sieht Dünn seine Mannschaft nicht chancenlos. Er macht deutlich, dass trotz des vorletzten Tabellenplatzes und dem großen Punkte-Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz sein Team die Saison noch nicht abgehakt habe. Die gute Trainingsbeteiligung in dieser Woche werte er als Zeichen der intakten Moral.

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