Katastrophale Fehler gegen den Wuppertaler SV ebenen den Weg zur Niederlage.

Katastrophale Fehler gegen den Wuppertaler SV ebenen den Weg zur Niederlage.
Der Genickschlag für 04/19: Torhüter Dennis Raschka (Mitte) verschätzt sich bei der Ecke, Peter Schmetz (2.v.l.) köpft den Ball danach ins Tor. Daniel Keita-Ruel (3.v.l.) kann ihn nicht hindern.

Der Genickschlag für 04/19: Torhüter Dennis Raschka (Mitte) verschätzt sich bei der Ecke, Peter Schmetz (2.v.l.) köpft den Ball danach ins Tor. Daniel Keita-Ruel (3.v.l.) kann ihn nicht hindern.

Stefan Rittershaus

Der Genickschlag für 04/19: Torhüter Dennis Raschka (Mitte) verschätzt sich bei der Ecke, Peter Schmetz (2.v.l.) köpft den Ball danach ins Tor. Daniel Keita-Ruel (3.v.l.) kann ihn nicht hindern.

Ratingen. Keine fünf Minuten waren vor 1935 im zugigen Zoostadion gespielt, da war das Auswärtsspiel für 04/19 beim Wuppertaler SV eigentlich schon gelaufen. 0:2 stand es – nach zwei üblen Abwehrpatzern. Am Ende gab es eine 2:5-Pleite. Und das verdient. Nicht einmal 60 Sekunden waren gespielt, als ein Befreiungsschlag der Ratinger zu kurz und mittig vor dem Strafraum landete. Davide Leikauf zog ungestört ab, der Sonntagsschuss segelte ins lange Eck. Und vier Minuten später pennten Abwehr und Torhüter Dennis Raschka nach einer Standardsituation. Die Abwehr rückte bei einer Flanke nicht schnell genug raus – und zwei Wuppertaler standen frei vor dem auf der Linie klebenden Raschka. Leikauf schob zum 2:0 ein.

Und wieder schlief die Abwehr

Ratingen versuchte zwar, in der Folge mitzuspielen. Doch nach dem 1:2, das von Carlos Penan mit viel Arbeit verbunden war, schlief die Abwehr hinten wieder. Nachdem Wuppertal zuvor noch eine Riesenchance vergeben hatte, leistete Thomas Denker Dalibor Gataric nur Geleitschutz. Sein Schuss schlug – ähnlich wie beim 1:0 – im linken langen Eck ein.

Kein unhaltbarer Ball. „Ich hatte trotzdem nicht das Gefühl, dass wir anhand des Spielverlaufes zwingend so deutlich zurückliegen mussten“, sagte Sportdirektor Michael Kulm. „Wir haben die Tore halt verschenkt.“ Trainer Peter Radojewski war dennoch mit dem Einsatz seiner Mannschaft fernab von zufrieden.

„Heute hat man gesehen, was passiert, wenn eine Mannschaft Leidenschaft und Willen zeigt – und die andere nicht. Wir waren viel zu passiv. Ich bin in der Halbzeit drauf eingegangen, wollte mehr Druck machen.“ Doch der Genickschlag folgte vier Minuten nach dem Seitenwechsel. Raschka unterlief eine Ecke, der sonst so kopfballstarke Daniel Keita-Ruel stieg nicht hoch genug – und Peter Schmetz köpfte zum 4:1 ein. Es passt ins Bild, dass ausgerechnet Orhan Dombayci, sonst die Zuverlässigkeit in Person, vor dem 1:5 in Bedrängnis über den Ball trat und so Marvin Ellmann den freien Weg zum Tor anbot. Das 2:5 durch Timo Krampe war eine Viertelstunde vor dem Ende zwar ein satter Schuss, aber nicht mehr als Ergebniskosmetik. Dabei war die RSV-Abwehr eigentlich nicht so schwach besetzt, wie vom Trainer vorab befürchtet. Denker und Phil Spillmann bildeten die Innenverteidigung – das bürgt eigentlich für Qualität. Man merkte jedoch, dass der gesperrte Adnan Hotic als ordnende Hand fehlte. „Das will ich aber nicht als Ausrede gelten lassen“, sagte Kulm. „Diese Fehler dürfen einfach nicht passieren. Das ist einfach schade, weil wir prinzipiell nicht so schlecht gespielt haben.“

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