Stürmer Marvin Ellmann erzielte beim 6:3 gegen Schonnebeck drei Tore. Die Ratinger kämpften im Top-Spiel bis zum Umfallen.

Hellwach war Marvin Ellmann (r.) gegen Schonnebeck. Er erzielte nach Vorlage von Emre Cinar das 1:0 – sein zweiter Treffer nach Freistoß war einer der schönsten Treffer der Saison.
Hellwach war Marvin Ellmann (r.) gegen Schonnebeck. Er erzielte nach Vorlage von Emre Cinar das 1:0 – sein zweiter Treffer nach Freistoß war einer der schönsten Treffer der Saison.

Hellwach war Marvin Ellmann (r.) gegen Schonnebeck. Er erzielte nach Vorlage von Emre Cinar das 1:0 – sein zweiter Treffer nach Freistoß war einer der schönsten Treffer der Saison.

Achim Blazy

Hellwach war Marvin Ellmann (r.) gegen Schonnebeck. Er erzielte nach Vorlage von Emre Cinar das 1:0 – sein zweiter Treffer nach Freistoß war einer der schönsten Treffer der Saison.

Ratingen. Marvin Ellmann hatte lange auf seine Chance warten müssen. Am 30. Oktober hatte der Angreifer das letzte Mal für Ratingen 04/19 auf dem Platz gestanden, zuletzt bekamen immer andere den Vorzug. Der 29-Jährige nahm es klaglos hin. Trainierte. Wartete auf seine Chance. Und nutzte sie eindrucksvoll: Drei Tore erzielte der Stürmer im Top-Spiel gegen Spitzenreiter SpVg Schonnebeck und hatte damit gewichtigen Anteil am verdienten und spektakulären 6:3 (3:2)-Erfolg. „Ich habe über einen Monat nicht gespielt. Es tut natürlich richtig gut, sich mit drei Toren zurückzumelden“, sagte Ellmann. „Aber das Kompliment geht an die Mannschaft. Wir haben toll gespielt.“

Zehn Minuten stand Ellmann erst auf dem Platz, eher er den Ball zum ersten Mal hinter Ratingens Ex-Ersatzkeeper Marcel Dietz bugsierte. Nach einer wunderschönen Kombination über Tolga Erginer und Emre Cinar landete der Ball beim Angreifer, der locker zum 1:0 verwandeln konnte.

Die Freude über den ersten Treffer währte jedoch nicht lang. Keine drei Minuten später fiel der Ausgleich nach Zuteilungsfehlern in der Abwehr. Marc Enger traf für den Spitzenreiter. Und vier Minuten später erzielte der Angreifer gar das 1:2, nachdem ein Freistoß zu kurz abgewehrt wurde.

Der Stürmer knallte einen Freistoß in den Winkel unter die Latte

Doch Ellmann war noch lange nicht fertig mit dem Spiel – und erzielte in der 29. Minute einen der schönsten Treffer der Saison: Einen Freistoß aus rund 25 Metern knallte der Stürmer perfekt in den Winkel unter die Latte – unhaltbar für Dietz. Nicht einmal eine Minute später führte Ratingen wieder: Carlos Penan tanzte drei Verteidiger plus Torhüter Dietz aus und schob den Ball verdammt lässig ins linke untere Eck.

Es spricht für das Selbstvertrauen der Ratinger, die trotz einiger Ausfälle und neuformierter Abwehr kämpften bis zum Umfallen. Und auch wenn die Abwehr bei beiden Gegentreffern ein wenig unorganisiert wirkte – im Spiel nach vorne machte es das Team der Stunde in der Oberliga locker wett. Doch das nächste Tor fiel auf der aus Ratinger Sicht „falschen“ Seite.

Es war ein höchst unglückliches: Innenverteidiger Patrick Nemec hatte nach einer Behandlungspause am Spielfeldrand gefühlt ewig gewunken – doch Schiedsrichter Langenberg ließ ihn nicht zurück auf den Platz. Bartsch nutzte den Platz im RSV-Strafraum, spielte Torhüter Raschka aus und erzielte den Ausgleich aus sehr spitzem Winkel.

Doch Ellmann hatte immer noch nicht genug. Nach einem Handspiel im Essener Strafraum schnappte sich der Stürmer den Ball und verwandelte sicher. Den Deckel auf die Partie machte ebenfalls ein Rückkehrer: Sahin Ayas hatte diese Spielzeit verletzungsbedingt nur ganz selten auf dem Platz gestanden. Doch kurz nach seiner Einwechslung fasste sich der Stürmer aus rund 20 Metern ein Herz und jagte den Ball – wenn auch nicht unhaltbar – ins kurze Eck hinter Dietz. Es war jedoch immer noch nicht Schluss – fünf Minuten vor Schluss machte Erkan Ari den Deckel drauf und jagte den Ball per Volley in die Maschen. „Nach dem Last-Minute-Sieg vergangene Woche gegen Essen und der tollen Stimmung unter der Woche war mir klar, dass wir Schonnebeck schlagen würden“, sagte Ari.

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