Die Ratinger sind diesmal der Außenseiter.

Fußball-Oberliga
Gegen Fortuna Düsseldorf zeigte Marwane Gobitaka (l.) ein gutes Spiel – dann ließ er nach. Archiv

Gegen Fortuna Düsseldorf zeigte Marwane Gobitaka (l.) ein gutes Spiel – dann ließ er nach. Archiv

A. Blazy

Gegen Fortuna Düsseldorf zeigte Marwane Gobitaka (l.) ein gutes Spiel – dann ließ er nach. Archiv

Ratingen. Endlich wieder Außenseiter – dieses Gefühl hatten Peter Radojewski und seine Schützlinge schon lange nicht mehr. „Wenn du auf Platz drei der Tabelle stehst, gibt es eben nicht viele Teams mehr über dir“, sagt der Trainer des Fußball-Oberligisten Ratingen 04/19.

Eines dieser Teams ist die SSVg Velbert – der Spitzenreiter. Und genau dort muss der RSV morgen (15 Uhr) antreten. „Velbert hat sieben Punkte und 17 Tore mehr als wir. Natürlich sind wir der klare Außenseiter“, sagt Radojewski. „Aber das ist auch mal ganz angenehm, wenn wir einmal nicht das Spiel machen müssen.“

Ratingern liegt die Velberter Spielweise nicht besonders

In der Tat ist zu erwarten, dass sich die Spielvereinigung um die Initiative kümmern wird. Zumal das Team den Ratingern, wie im Hinspiel zu sehen war, gar nicht liegt. Denn der Regionalliga-Absteiger verfügt über eine Menge Erfahrung und ist abgezockt – und genau damit kommt das verspielte Ratinger Team nur schlecht zurecht, wie sich schon im Hinspiel zeigte.

Das Spiel beim Spitzenreiter sieht der Coach als gute Bewährungsprobe für seine Spieler. Für Nabil Jaouadi zum Beispiel. Der Flügelflitzer darf wohl von Beginn an auflaufen, weil Yusuf Keser von Montag bis heute aus familiären Gründen in die Türkei reisen musste.

Für einen anderen Akteur dürfte die Berufung Jaouadis ein schmerzhafter Schlag sein. Denn einst war Marwane Gobitaka auf der Außenbahn gesetzt. Dann jedoch verlor er seinen Stammplatz nach mäßigen Leistungen an Sascha Meier – nun lässt Radojewski lieber Jaouadi auflaufen.

„Marwane muss im Training einfach viel mehr zeigen, als er aktuell tut“, betont Radojewski. „Er hat so viel Qualität, aber er zeigt es nicht. Das pendelt immer zu sehr hin und her, Marwane gibt maximal 70 bis 80 Prozent seines Könnens preis – und das reicht mir nicht. Er erwartet viel von uns und vor allem auch Anerkennung – aber die muss er sich erarbeiten.“

Dennoch macht Radojewski dem einstigen Führungsspieler Hoffnungen: „Er wird sicher in die Partie kommen“, sagt Radojewski. „Und dann kann er mir zeigen, warum er spielen will.“

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