Bei diesem Rundweg entlang der Langenberger Sendemasten gilt es, 120 Höhenmeter zu bewältigen.

Die Langenberger Sendemasten sind auf dem Rundweg allgegenwärtig.  Archiv
Die Langenberger Sendemasten sind auf dem Rundweg allgegenwärtig. Archiv

Die Langenberger Sendemasten sind auf dem Rundweg allgegenwärtig. Archiv

Simone Bahrmann

Die Langenberger Sendemasten sind auf dem Rundweg allgegenwärtig. Archiv

Velbert. Dieser Rundweg ist etwas für Gipfelstürmer, die sich vor dem nächsten Sauerland-Trip warmlaufen möchten. An der höchsten Stelle halten die Langenberger Sender als Gipfelkreuze her.

Los geht’s im Tal, im Nizzatal in Velbert-Langenberg, um genau zu sein. Das Auto wartet auf dem Parkplatz des Nizzabads. Wir biegen in die Panner Straße ein und lassen den Deilbach links neben uns plätschern. Schon bald sehen wir die erste Wandermarkierung „A5“ nach der wir stets Ausschau halten. Bevor wir in den Wald einbiegen, treffen wir auf andere Menschen bei der körperlichen Ertüchtigung auf Fußball- und Tennisplätzen.

An der Stelle, an der ein kleiner Nebenarm des Deilbachs unseren Weg kreuzt, biegen wir scharf rechts in den Waldweg mit dem Namen „Am Brill“ ein. Ein Schild informiert uns, dass wir die „Kinderstube des Wildes“ betreten. Wenn wir einen Hund hätten, würde er jetzt an die Leine kommen.

Eine Landschaft, die an die Eifel erinnert

Doch warum einen hechelnden Begleiter, wenn man selbst so schön die Zunge aus dem Hals hängen lassen kann? Der Aufstieg zum Langenberger Sender verlangt uns die Bewältigung von rund 120 Höhenmetern ab. Den Aufstieg kriegen wir jetzt nicht häppchenweise, sondern an einem Stück serviert. Doch die Landschaft entschädigt dafür. Als sich das erste Mal einer der Sendetürme in der Ferne präsentiert, stoßen wir auf eine Wald- und Wiesenlandschaft, die man problemlos in die Eifel verpflanzen könnte, ohne dass sich jemand wundern würde.

Auf der Kreisstraße angekommen, stehen wir vor der Frage, ob wir einen kleinen Umweg nach links wagen oder rechts weiter dem Rundweg folgen wollen. Vorsicht: Der Abstecher nach links zu den Sendern ist Teil der Strecke „A5“, so dass die Markierung in beide Richtungen führt und sicherlich schon so manchen Wanderer zum Verzweifeln gebracht hat. Der Umweg belohnt uns mit dem Waldkletterpark sowie den Gastronomien Forsthaus am Sender und Restaurant Am Bismarckturm. Wer will, kann sich hier auch die surrenden Radio- und Fernsehtürme von Nahem ansehen.

Der eigentliche Rundweg auf der Kreisstraße – leider ohne Bürgersteig – führt uns zu einem Plateau mit hübschem Ausblick. Wir gehen zwischen den Sendetürmen durch und lassen die bewaldeten Hügel auf uns wirken. Plötzlich warnt uns ein Schild vor glücklichen Hühnern. Die treffen wir dann auch wirklich bei ihrem täglichen Ausflug über die Straße. Ein paar Meter weiter begegnen uns die nächsten tierischen Weggefährten: Die Rinder hinter dem Holzzaun begleiten uns netterweise ein paar Meter.

Das Finale des Rundwegs ist der Abstieg durch den Wald zurück zum Nizzabad, das uns mit wehenden Fahnen empfängt. Eine Erfrischung im Natursole-Wasser gibt es hier zu einem Eintrittspreis von 3,80 Euro. Wandererfuß, was willst du mehr?

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