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dpa

Kreis Mettmann. An der Trasse der umstrittenen CO-Pipeline des Bayer-Konzerns ist es auf den Stadtgebieten von Erkrath (Am Ankerweg) und Ratingen (Schwarzbachtal, Ratingen Ost und Eggerscheidt) zu erneuten Erdabsenkungen gekommen.

80 Zentimeter tief seien die Löcher im Boden, wie Wolfgang Cüppers, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Erkrath mitteilt. Die Initiative vermutet, dass sie im Zuge der Rohrverlegungen entstanden sind. Cüppers wurde bereits im November von Spaziergängern, die die Löcher entdeckt hatten, über die Erdabsenkungen informiert (die WZ berichtete).

„Wir haben dann in eimem Brief die Bezirksregierung über die Vorkomnisse informiert“, sagt Cüppers. Diese habe sich dann mit dem Hinweis gemeldet, dass die Bauaufsicht die Areale abgesperrt hat. Jetzt, nachdem es erneut zu Erdabsenkungen gekommen ist, habe er sich wieder an die Bezirksregierung gewendet.

„Aber wir warten noch auf eine Antwort, wann nun endlich eine eingehendere Untersuchung zu den Ursachen der Erdabsenkungen stattfindet“, sagt der erste Vorsitzende der IG Erkrath. Er vermutet, dass es im Vorfeld des Trassenbaus versäumt wurde, Probebohrungen durchzuführen, „obwohl das im Planfeststellungsverfahren steht“. Wäre dies geschehen, dann hätte festgestellt werden könne, welchen Zustand das Erdreich hat.

„Wir recherchieren noch, wie es zu den Absenkungen kommen konnte“, sagt Jennifer Spitzner, Sprecherin der Bezirksregierung. „Die Bauaufsicht konnte die Erdabsenkungen noch nicht überprüfen, weil bisher zu viel Schnee lag“, erklärt sie. Bayer weiß über die Erdabsenkungen ebenfalls Bescheid.

Die Vorwürfe, es habe keine Probebohrungen im Vorfeld des Trassenbaus gegeben, weist Jochen Klüner, Sprecher von Bayer Material Science zurück: „Mehrere Untersuchungen, auch Bohrungen, hat ein Gutachter durchgeführt.“

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