Die Zahlen der Polizei sind wieder einmal erfreulich. Sie belegen: Die Straßen im Kreis Mettmann werden immer sicherer.

Blechschäden gab es viele im vergangenen Jahr – doch immer seltener kamen Menschen dabei zu Schaden.
Blechschäden gab es viele im vergangenen Jahr – doch immer seltener kamen Menschen dabei zu Schaden.

Blechschäden gab es viele im vergangenen Jahr – doch immer seltener kamen Menschen dabei zu Schaden.

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Blechschäden gab es viele im vergangenen Jahr – doch immer seltener kamen Menschen dabei zu Schaden.

Mettmann. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Mettmann ist im vergangenen Jahr nach einem extremen Rückgang 2008 noch einmal gesunken. Entsprechend gut gelaunt präsentierten am Dienstag die Kreis-Polizei und ihr Chef, Landrat Thomas Hendele, die Unfall-Statistik für das Jahr 2009.

Nicht nur die Abnahme der absoluten Unfallzahl um 112 auf 12099 in allen zehn kreisangehörigen Städte sorgt für Hochstimmung. Der Leitende Polizeidirektor Ulrich Koch geriet besonders bei der "Verunglücktenhäufigkeitszahl (VHZ)", also der Zahl der Verunglückten pro 100000 Einwohner, die im Kreis bei 321 liegt, richtiggehend ins Schwärmen: "Bei uns im Kreis Mettmann ist das Risiko, bei einem Unfall verletzt zu werden, noch um 27 Prozent niedriger als im Landesdurchschnitt."

Die gute Nachricht ist zugleich eine traurige: fünf Menschen starben

1295 Menschen wurden laut polizeilicher Statistik 2009 leicht verletzt, 300 schwer und fünf Menschen kamen ums Leben (außerhalb der Autobahnen). Das sind sechs weniger als 2008. "Jeder einzelne ist zu viel, aber die Halbierung der Zahl ist schon etwas", sagte Landrat Hendele. Als besonders positiv bewertet die Polizei, dass zu den Todesfällen keiner der typischen Motorradunfälle zählt, wie sie sich gerade im Nordkreis häufig ereigneten. Insgesamt wurden im Kreis nur noch 131 Motorradunfälle (2008: 151) gemeldet.

Genauso positiv ist der weitere Rückgang von Unfällen mit beteiligten Kindern (130). Mit 118 wurden 35 Kinder weniger als im Jahr zuvor verletzt. Schulwegunfälle sanken von 37 auf 27. Ein geringfügiger Anstieg um 0,4 Prozent ist nur bei den Unfällen mit Menschen über 65 Jahren festzustellen (780). Doch der Landrat betonte, dass der Bevölkerungsanteil dieser Menschen auch permanent wachse.

Entwicklung schwankt stark von Stadt zu Stadt

Während sich Erkrath in diesem Jahr mit einer Unfallhäufigkeitszahl von 1452 vor Monheim (1702) an die positive Spitze des Kreises setzte, bildet Langenfeld das Schlusslicht (2842) vor Ratingen (2780). Deshalb hat die Polizei auch ein spezielles Projekt in langenfeld gestartet. Doch Ulrich Koch betonte: "Auch Langenfeld lieg noch unter dem Landesdurchschnitt." Insgesamt könne festgestellt werden, dass es für den Südkreis eine besondere Problematik gebe, die mit der Verkehrsanbindung zu tun habe.

Erkrath 673 (-191 zum Vorjahr) Haan 811 (+88) Heiligenhaus 610 (-23) Hilden 1462 (-215) Langenfeld 1683 (+132) Mettmann 959 (+50) Monheim 737 (-35) ratingen 2549 (+193) Velbert 2175 (-48) Wülfrath 440 (-63)

Neben Faktoren wie Straßennetz und Verkehrsdichte hätten nach Meinung der Polizei aber auch Vorbeugemaßnahmen und Repressionen zur positiven Entwicklung bei den Unfallzahlen beigetragen. Koch erklärte zu den Kontrollen: "Wir hatten uns voriges Jahr entschlossen, die Zahl der Repressions-Maßnahmen zu erhöhen. Wir werden sie auf diesem Level halten und die Schwerpunkte auf die Kommunen mit den schlechteren Zahlen legen."

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