Der Geschäftsführer der Regiobahn nutzt Erweiterungspläne in Richtung Venlo, um den Ausbau nach Wuppertal zu fordern.

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An Werktagen wird die Regiobahn im Durchschnitt von 19600 Fahrgästen genutzt.

An Werktagen wird die Regiobahn im Durchschnitt von 19600 Fahrgästen genutzt.

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An Werktagen wird die Regiobahn im Durchschnitt von 19600 Fahrgästen genutzt.

Mettmann. "Das ist der einzig richtige Weg." Joachim Korn, Geschäftsführer der Regiobahn, unterstützt den Vorstoß, die Regiobahn über Kaarst nach Venlo fahren zu lassen. Rund 66 Millionen Euro werden dafür veranschlagt.

"Für den Bau gibt es sicherlich EU-Fördergelder", sagt Korn, der angesichts "zugestauter" Bundesstraßen und Autobahnen die Schiene als Ausweg aus dem Verkehrskollaps bewertet.

Daher ist er der Meinung, "dass es wieder mehr Druck auf die Fortführung der Regiobahn über Mettmann hinaus nach Wülfrath und Wuppertal geben muss". Die Kosten für diesen Bau werden mit etwa 30 Millionen Euro beziffert.

Korn weiß um die Problematik, dass 15 Prozent der Baukosten von den Kommunen finanziert werden müssen. "Wuppertal ist blank. Die haben keinen Euro übrig." Und auch Wülfrath ist bedürftig.

Korn sieht in diesen Anforderungen an die Städte ein Missverhältnis im Vergleich zur Förderung in den neuen Bundesländern. "Beim Aufbau Ost hat auch niemand gefragt, ob die Städte Geld haben", sagt er verärgert und legt nach: "Da werden neue Bahnhöfe gebaut, Strecken eröffnet, Züge gekauft und Parkplätze angelegt. Aber die Fahrgäste fehlen."

Die 100 neuen Parkpkätze sind regelmäßig belegt

Das sei im Fall der Regiobahn anders. "Wir haben die Kunden. Aber uns fehlen die Fahrzeuge. Die Wagen sind bis zur letzten Tür voll." Die 100 neuen Parkplätze am Bahnhof Neandertal seien regelmäßig belegt: "Das belegt doch, dass die Menschen das Angebot annehmen, wenn die Infrastruktur stimmt."

19.600 Fahrgäste befördert die Regiobahn an einem normalen Werktag. In der kommenden Woche wird wieder gezählt. "An jedem letzten Donnerstag im November findet diese Zählung statt", sagt Korn. Rund 30 Studenten der Uni Wuppertal sind dann im Bahneinsatz. Korns Hoffnung: "Vielleicht brechen wir in diesem Jahr die 20.000er-Grenze."

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