Im Trinsenturm wird es galaktisch, verspricht Alexandra König, Chefin des Museums

Im Trinsenturm wird es galaktisch, verspricht Alexandra König, Chefin des Museums
Die neue Ausstellung im Trinsenturm: Ab heute sind dort seltene Exponate zu sehen.

Die neue Ausstellung im Trinsenturm: Ab heute sind dort seltene Exponate zu sehen.

Achim Blazy

Die neue Ausstellung im Trinsenturm: Ab heute sind dort seltene Exponate zu sehen.

Ratingen. Sternenstaub am Wehrgang, Mondgeröll im Trinsenturm, Perry Rhodan in der Vitrine und Apollo 14 im zweiten Obergeschoss: Das Puppen- und Spielzeugmuseum der Stadt Ratingen startet eine „Flucht in die Zukunft“. So jedenfalls heißt die Jahresausstellung, die am heutigen Samstag um 11.30 Uhr eröffnet wird und ihre galaktischen Exponate ein Jahr lang präsentieren wird.

Natürlich sind zwischen all den naturalistischen Figuren und fantastischen Gestalten auch eine Astronauten-Barbie (im pinkfarbenen Raumanzug), eine Plüsch-Laika (der russische Hund, der vor fünf Jahrzehnten ins All geschossen worden war) und Accessoires von Darth Vader, Bilder aus Star Trek und dem Raumschiff Orion.

Zwei Frauen – Bettina Dorfmann und Karin Strey – hatten die Idee zu dieser Ausstellung, trugen alle Exponate zusammen und bauten sie liebevoll innerhalb einer Woche in den kleinen Etagen des Trinsenturms auf. Strey war früher Vorsitzende des Spielzeug- und Puppenvereins, Dorfmann ist es heute. Strey hat gerade das Jugendbuch „Lederherz“ geschrieben, Dorfmann ist mit ihrer Barbie-Puppen-Sammlung wieder mal im Guinnessbuch der Rekorde gelandet.

„Mit Hilfe der Fantasie erreichen Menschen seit Jahrtausenden utopische Welten.“

Zitat aus der Einladung

Und beide sind ein unschlagbares Team, wenn es darum geht, immense Sammlungen mit schlauem bis witzigem Inhalt so aufzubereiten, dass Laien ihren Spaß daran haben können. Sie haben schon alte Puppen anmutig drapiert, die Karriere-Barbie als busy Girl präsentiert und manchen anderen Coup gelandet. Nun können sie sicher sein, dass sich nicht nur Mädchen, Mütter und Großmütter die engen Stiegen des Trinsenturms hochschrauben, sondern auch Jungen, Väter und Großväter. Und natürlich alle, die die Mondlandung, die amerikanische „Sternenreise“ und den Straßenfeger „Raumpatrouille Orion“ in jungen Jahren gesehen haben und noch runter beten können.

In der Ausstellungs-Einladung heißt es: „Mit Hilfe der Fantasie erreichen Menschen seit Jahrtausenden utopische Welten… Die an die Zukunft gerichteten Erwartungen schwanken zwischen Angst und Hoffnung. … Die Ausstellung behandelt die Geschichte der utopischen Literatur im Spiegel des heute Möglichen.“

Das Klapphandy von Captain Kirk zum Beispiel feierte fröhliche Urständ‘, als klappbare Mobiltelefone Mode wurden. Doch die sind inzwischen auch nur noch in älteren TV-Krimis zu sehen. Auch die Moonboots, Winterstiefel wie Klotz am Bein, sind ebenfalls schon weitgehend aus Straßenbild und Schuhschrank verschwunden. Und manches andere mehr. Alles das, was die Besucher der Ausstellung betrachten können, und was aus wenn nicht amtlichen, so doch offiziellen Quellen hierher kam, wurde von den beiden Ausstellungsmacherinnen eigenhändig an Land gezogen.

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