Die Stiftung von Christa und Bruno Lambart zum Erhalt der Wasserburg wird jetzt durch ein Kuratorium gesichert und unterstützt.

In der Wasserburg Haus zum Haus finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.
In der Wasserburg Haus zum Haus finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

In der Wasserburg Haus zum Haus finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Archiv

In der Wasserburg Haus zum Haus finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Ratingen. Sie zählt zu den ältesten und bekanntesten Wahrzeichen Ratingens – die Wasserburg Haus zum Haus. Vor mehr als 30 Jahren hat das Architekten-Ehepaar Bruno und Christa Lambart die damals völlig herunter gekommene Ruine mit viel Idealismus, Geld und persönlichem Einsatz vor dem Verfall bewahren können. Handwerker-Spezialisten aus ganz Europa hatten in acht Jahren Bauzeit die Burganlage restauriert und zum historischen Kleinod gemacht.

Die Stiftung soll das gesamte Vermögen der Gründer bekommen

Mit der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung, der sie ihr gesamtes Vermögen vermachen wollen, haben die Hausherren vor acht Jahren nicht nur die Weichen zum Erhalt der Wasserburg gestellt, sondern sie auch als gewichtigen Kulturstandort in Ratingen etabliert. Der Umbau des ehemaligen Pferdestalls zu einem der schönsten Konzertsäle in der Stadt war dabei nur der erste Schritt. Seitdem bereichern jährlich acht bis zehn hochklassige Konzerte sowie Ausstellungen, Vorträge und Lesungen das Ratinger Kulturleben.

„Die Stiftung ist unser Erbe. Wir wollen, dass dies alles in unserem Sinne fortgeführt wird, auch wenn wir einmal nicht mehr da sind. Es geht dabei um die Zukunft der Burg“, sagten Christa und Bruno Lambart (87) am Dienstag in einem Pressegespräch. Um die Arbeit der Kulturstiftung im Sinne der Stifter und der festgelegten Satzung nachhaltig zu sichern, wurde mit Genehmigung der Bezirksregierung nun ein dreiköpfiges Kuratorium berufen. Die Mitglieder sollen dabei ausgewiesene Experten in den Bereichen Kunst und Kultur, Denkmalpflege und Architketur sowie Recht und Finanzen sein.

Der Stiftergedanke soll dauerhaft umgesetzt werden können

Bislang hat der zweiköpfige Vorstand bestehend aus Christa Lambart und Lambertus Brockmann die Stiftung geleitet. Künftig sorgt auch das neue Triumvirat des Kuratoriums für die dauerhafte Umsetzung des Stiftergedankens. Mit Raimund Wippermann, dem Rektor der Robert-Schumann-Hochschule, dem Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Ewald Sebald und dem Juristen Stephan Freund haben die Lambarts ihre Wunschkandidaten gefunden. Sie sind nicht nur eng mit Ratingen und der Burg verbunden (Stephan Freund: „Ich habe als Kind hier schon gespielt“), sondern auch fachlich nah dran. Die Schumann-Hochschule vermittelt seit Jahren junge Künstler für die Konzerte in der Wasserburg.

„Eine solche Kooperation ist schon einzigartig“, sagte Wippermann. Die Konzerte böten den Nachwuchskünstlern die Möglichkeit, außerhalb des geschützten Raumes der Hochschule Erfahrungen zu sammeln. Denkmalpfleger Sebald will nicht nur auf das historische Erbe aufpassen, sondern als Burgenexperte selbst etwas beisteuern – einen Vortrag über Burgen. Stephan Freund überwacht die Satzung und berät in rechtlichen Fragen. Die drei sind übrigens fünf, sechs und sieben Jahre im Amt, damit bei einem Wechsel nicht die komplette Mannschaft auf einen Schlag ausgetauscht wird.

2003 gründeten Christa und Bruno Lambart die Kulturstiftung Wasserburg Haus zum Haus. Die Burg hat seitdem einen exzellenten Ruf als Ort für junge Musiker und Künstler.

 

Den Stiftungsvorstand bilden Christa Lambart und Lambertus Brockmann, das Kuratorium ist mit Raimund Wippermann, Ewald Sebald und Stephan Freund besetzt.

 

Ziel der Stiftung ist es, die Burg zu erhalten sowie ein hochwertiges Kulturangebot sicherzustellen und Nachwuchskünstler auf verschiedene Art zu fördern.

 

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer