Zum verkaufsoffenen Sonntag „Open West“ kamen Kunden auch von außerhalb nach Ratingen.

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Schnäppchen und Preisnachlässe ließen die Käufer in Scharen in die Geschäfte, wie hier bei Johann + Wittmer, strömen.

Schnäppchen und Preisnachlässe ließen die Käufer in Scharen in die Geschäfte, wie hier bei Johann + Wittmer, strömen.

Fries, Stefan (fr)

Schnäppchen und Preisnachlässe ließen die Käufer in Scharen in die Geschäfte, wie hier bei Johann + Wittmer, strömen.

Ratingen. Bis 12 Uhr war es noch ruhig und beschaulich in Ratingen-West. Punkt Mittag begann sich der Stadtteil aber zu füllen: verkaufsoffener Sonntag. Für viele Menschen ein Grund, diesen Tag für Einkäufe aller Art zu nutzen. Und so fanden sich mehr und mehr Kauflustige in Elektrofachmärkten und vor allem den großen Möbelhäusern ein. Wieder einmal hatten die Einzelhändler im Stadtteil zu „Open West“ aufgerufen und wie in den vergangenen Jahren damit einen großen Erfolg erzielt.

„Es ist eine schöne Sache, auch am Sonntag einkaufen zu können.“
Hannelore Remitschka, Kundin

So begrüßten viele die Möglichkeit, auch am Wochenende in den Geschäften zu stöbern. „Es ist eine schöne Sache, auch am Sonntag einkaufen zu können“, sagte Hannelore Remitschka aus Ratingen. Zusammen mit ihrem Mann Walter verbrachte sie den Tag in Ratingen West. „Wir verbinden das Einkaufen mit einem kleinen Spaziergang“, sagte Walter Remitschka mit einem Zwinkern.

Große Geschäfte lockten mit hohen Preisnachlässen

Doch nicht nur aus Ratingen, sondern auch von außerhalb kamen Kauffreudige zu Besuch. So auch Hannelore Westhoven und ihre Freundin Roswitha Philipp, die extra aus Düsseldorf gekommen waren, um neue Möbel zu kaufen, obwohl auch dort die Geschäfte geöffnet hatten – der guten Auswahl wegen.

Für sie ist der verkaufsoffene Sonntag allerdings ein zweischneidiges Schwert: „Wer möchte schon freiwillig sonntags arbeiten, während andere ihre Freizeit genießen können? Grundsätzlich finde ich Sonntagsarbeit gerade für die Angestellten nicht gut“, betonte Hannelore Westhoven. „Wir sind nur gekommen, weil es heute so günstige Angebote gibt“, ergänzte Roswitha Philipp.

So lockten gerade große Läden wie Roller, Obi oder Johann + Wittmer mit Sonderangeboten und Rabatten. 20 Prozent Nachlass hat Hannelore Westhoven auf ihren neuen Spiegelschrank bekommen und freut sich über das Schnäppchen. Das macht dem kleinen Einzelhandel allerdings zu schaffen. So bemängelten schon im vergangenen Jahr viele Kleinhändler, dass trotz des verkaufsoffenen Sonntags kaum Kunden den Weg in die Geschäfte gefunden hätten.

Für die Ausrichtung verkaufsoffener Sonntage muss die Stadt sich aufgrund einer Sonderregelung im Ladenöffnungsgesetz NRW an gewisse Vorgaben halten. So dürfen Verkaufsstellen höchstens viermal im Jahr für bis zu fünf Stunden geöffnet sein. Die Ausrichtung erfolgt dann auf Antrag einer Interessengemeinschaft wie etwa des Einzelhandels oder der Werbegemeinschaft.

So sind für dieses Jahr noch elf weitere verkaufsoffene Sonntage auf Ratinger Stadtgebiet geplant. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter

www.stadt-ratingen.de

So ist diese Ungleichverteilung sicherlich ein Resultat der großen Zugkraft, über die gerade große Geschäfte verfügen. Gut, dass da mit weiteren Events wie dem Trödelmarkt an der Daniel-Goldbach-Straße die Aufmerksamkeit der Besucher etwas auf das Stadtgebiet verteilt wurde. Die Bilanz der Veranstaltung fiel alles in allem dann aber doch sehr positiv aus, so dass es auch im nächsten Jahr wieder „Open West“ geben soll.

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