Der Ratinger Helmut Kröger ist begeisterter Zauberer und engagiert sich für den Deutschen Kinderschutzbund.

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Um ein Tuch in der Hand verschwinden zu lassen, verwenden Zauberer gern einen hohlen Kunststoffdaumen.

Um ein Tuch in der Hand verschwinden zu lassen, verwenden Zauberer gern einen hohlen Kunststoffdaumen.

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Um ein Tuch in der Hand verschwinden zu lassen, verwenden Zauberer gern einen hohlen Kunststoffdaumen.

Ratingen. „Schuld war mein Sohn“, sagt Helmut Kröger. „Bei einem Sommerfest seines Kindergartens trat ein Zauberer auf. Er fragte mich anschließend vertrauensvoll mit großen Augen: ‚Papa – das kannst Du doch auch, was der kann?‘ Und da will man so ein Kind nicht enttäuschen“, sagt Kröger. Der Nachwuchs war begeistert – 20 Jahre später ist die Begeisterung immer noch vorhanden und sogar auf das Enkelkind übergesprungen.

Zwei Jahre lang Grundlagen beim magischen Zirkel

Kröger stieß bei seiner Suche nach Information auf den Anwärterkreis des magischen Zirkels. Zwei Jahre lang fuhr er einmal in der Woche nach Oberhausen und lernte die Grundlagen der Zauberei. „Ich trat bei Familienfeiern und Geburtstagen auf. Da musste ein Künstlername her.“

Damals arbeitet der gelernte Starkstromelektriker noch bei Calor-Emag (heute ABB Calor-Emag). So wurde sein Künstlername Calorano. „Oder Carlo, wenn ich auf Kinderfesten zaubere. Das ist einfacher für die Kleinen.“ Hier leuchten seine Augen – denn mit Kindern hat er ein besonders dankbares Publikum.

Die ersten Versuche einer Veranstaltung scheiterten

Er beschloss, seine Tricks mit Tuch, Seil oder Kartenspiel für einen guten Zweck zu zeigen und wandte sich an den Kinderschutzbund. „Der Verein schreibt rote Zahlen“, berichtet er. „Als Rentner ist es nicht leicht, noch Geld von der Rente abzuzwacken, um so eine Einrichtung zu unterstützen. Deshalb dachte ich, ich könnte meine Zauberkünste zur Verfügung stellen.“

Doch die ersten Versuche scheiterten ganz unmagisch an mangelhafter Organisation. „Es gab eine Veranstaltung, aber es ist kaum jemand da gewesen. Da habe ich die Sache kurzerhand selbst in die Hand genommen.“ 2004 organisierte Kröger eine Benefiz-Veranstaltung im Medienzentrum – diesmal war die Vorstellung ausverkauft. Mehr als 1000 Euro Spendengelder kamen für den Kinderschutzbund zusammen.

Kröger packte der Ehrgeiz. „Ich sprach die Sparkasse an, ob sie bereit wären, sich an solchen Veranstaltungen zu beteiligen. Die Sparkasse sagte zu, 1000 Euro zu spenden, wenn ich drei oder vier Veranstaltungen zusammen bekäme.“ Und er schaffte es. In den vergangenen beiden Jahren konnte er dem Kinderschutzbund mit seiner Magie erneut Spenden von mehr als 1000 Euro verschaffen.

„Zaubern ist besser als Kreuzworträtsel“, sagt Kröger

Auch bei einem erfahrenen Zauberer geht jedoch mal etwas schief. „Es gibt keinen Zauberer auf der Welt, bei dem immer alles klappt. Mir ist einmal vor versammelter Mannschaft eine Sektflasche auf den Boden gefallen, die ich effektvoll aus Tüchern hervorzaubern wollte. Das war sehr peinlich.“ Begeistert ist er trotzdem von seinem Hobby. „Zaubern hält geistig fit“, sagt er. „Besser als Kreuzworträtsellösen.“

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