Klaus Mönch aus Ratingen zeichnet das Wetter auf und wertet es aus – jetzt für 2013.

Alles im Blick: Penibel überwacht der Ratinger Klaus Mönch die Aufzeichnungen in seiner Wetterstation. Seit Jahren erfasst er die Klimadaten und wertet sie aus.
Alles im Blick: Penibel überwacht der Ratinger Klaus Mönch die Aufzeichnungen in seiner Wetterstation. Seit Jahren erfasst er die Klimadaten und wertet sie aus.

Alles im Blick: Penibel überwacht der Ratinger Klaus Mönch die Aufzeichnungen in seiner Wetterstation. Seit Jahren erfasst er die Klimadaten und wertet sie aus.

Stefan Fries

Alles im Blick: Penibel überwacht der Ratinger Klaus Mönch die Aufzeichnungen in seiner Wetterstation. Seit Jahren erfasst er die Klimadaten und wertet sie aus.

Ratingen. Klimaerwärmung? Von wegen. Das vergangene Jahr 2013 war im Durchschnitt mehr als ein Grad kälter als im langjährigen Schnitt: Die Jahrestemperatur lag bei knapp über zehn Grad.

Daran änderte auch der überdurchschnittlich warme Dezember nichts mehr mit einer Temperatur von mehr als 12,8 Grad an Heiligabend. Außerdem war 2013 deutlich zu trocken – trotz verregneter Sommerwochenenden.

Allen individuellen Erinnerungen an gefühltes Mistwetter hält „Wetterfrosch“ Klaus Mönch Zahlen und Fakten entgegen: Der Mitarbeiter des Ratinger Grünflächenamts erfasst seit Jahren die Klimadaten der Stadt.

Der kälteste März seit Beginn der Wetteraufzeichnung

Und da kann er 2013 mit einigen Besonderheiten und Rekorden aufwarten. Der Januar startete mit zwölf Eistagen, bei denen es das Thermometer nicht über die Null-Grad-Marke schaffte. Im März war von Frühling keine Spur – im Gegenteil: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gab es keinen so kalten März. Am 13. wurde mit minus 11,8 Grad sogar die tiefste Temperatur des ganzen Jahres gemessen. Dabei war es eine Woche zuvor bereits 21,8 Grad warm gewesen. Dieser Temperatursturz um 33,6 Grad ist ein weiterer Rekordwert des Jahres 2013.

Im ganzen Monat April fielen nur 24,5 Liter Regen – üblich ist mehr als Doppelte. Auch im Februar und März sowie im Juni und Juli blieben die Niederschlagsmengen deutlich unter den Durchschnittswerten. Dafür schüttete es im September 108 Liter Regen auf jeden Quadratmeter – der langjährige Schnitt liegt bei gerade mal 69 Litern.

728 Liter Niederschlag, neun Schneefalltage, vier Tage mit Schneeregen, 81 Frosttage (unter 0 Grad), 14 Tage unter minus 5 Grad, ein Tag mit minus 11,8 Grad; vier Tage mit mehr als 35 Grad, 22 Hitzetage, 53 Sommertage (mehr als 25 Grad).

In der Summe schaffte es das Jahr 2013 nur auf 728 statt der üblichen 860 Liter. Mönch: „Uns fehlen zwei Monate Regen.“

Es gab aber auch Hitze im Jahr 2013: An vier Tagen kletterte das Thermometer über 35 Grad, an 22 Tagen über 30 Grad. Dass es am 6. September noch einmal 34,4 Grad sowie eine „Tropennacht“ (wärmer als 20 Grad) gab, ist nicht nur Rekord dieses Jahres, sondern Topwert seit Beginn der Aufzeichnungen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer