Bei Edeka Kels an der Homberger Straße laufen die Restarbeiten auf Hochtouren. Der neue Markt hat 2499 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Zur künftigen Wein-Abteilung deutet hier Hausherr Felix Kels.
Zur künftigen Wein-Abteilung deutet hier Hausherr Felix Kels.

Zur künftigen Wein-Abteilung deutet hier Hausherr Felix Kels.

Altes und neues Gebäude grenzen sich klar voneinander ab. Dies war eine Auflage des Denkmalschutzes. In die obere Etage des Anbaus zieht auch die Verwaltung von Edeka Kels ein. Fotos (2): Achim Blazy

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Zur künftigen Wein-Abteilung deutet hier Hausherr Felix Kels.

Ratingen. Zuletzt geht immer alles ganz schnell: Das Gelände rund um die alte Maschinenfabrik an der Homberger Straße hat sich in den vergangenen Monaten stark verwandelt. Auch die Halle selbst wurde von außen teilweise restauriert: Sie soll den neuen Supermarkt von Edeka Kels aufnehmen. Für dieses Frühjahr hatte Felix Theodor Kels ursprünglich die Eröffnung geplant: Doch unter anderem ein schwerer Unfall auf der Baustelle, bei dem eine frisch gegossene Betondecke einstürzte, ließ den Zeitplan durcheinander geraten. Auf einen neuen Termin lässt sich Kels nun nicht mehr ein: „Etwa Mitte des Jahres.“ Dabei ist Kels ganz entspannt: Es gebe keinen großen Zeitdruck, schließlich sei man in der komfortablen Lage, genau gegenüber in ebenfalls eigenen Gebäuden den alten Markt zu betreiben. Beim Rundgang durch die alten und neue Halle wird aber klar: Die Restarbeiten laufen auf Hochtouren. Kels wartet denn auch bereits auf die Bauabnahme, die Einrichtung ist bestellt und vorgefertigt.

Von der historischen Fassade ist drinnen nicht mehr viel zu sehen

In einer Ecke der historischen Halle ist ein großer Bereich bereits dunkelblau gefliest: Dort soll die große Fischtheke Platz finden. An etlichen Stellen ragen Kabel und Druckleitungen aus dem bereits anthrazitfarben gefliesten Boden heraus: Die Kühltheken werden zentral mit Energie versorgt, die Leitungen vom Kühlaggregat im Technikraum verlaufen im Boden. Von der historischen Fassade ist drinnen nicht mehr viel zu sehen: Es wurde im Prinzip ein eigenes Gebäude eingezogen. Eine Auflage des Denkmalschutzes war es, dass Alt und Neu klar erkennbar sein müssen. Drinnen erinnert ein gewölbeartiger Durchgang an die alte Hallenwand, dahinter beginnt der moderne Anbau. Dort wird zu beiden Seiten die Weinabteilung eingerichtet. Draußen lässt sich der Unterschied viel besser erkennen. Auch der Parkplatz hat inzwischen Formen angenommen. Derzeit arbeitet man noch an der zweiten Zufahrt von der Homberger Straße aus.

Kels will einen großen Teil der Verwaltung vom bisherigen Standort in Mülheim nach Ratingen verlagern. Insgesamt 2499 Quadratmeter Verkaufsfläche wird der neue Markt haben. Zum Vergleich: Im 1985 eröffneten Gebäudekomplex auf der anderen Seite der Homberger Straße hat man etwa 1000 Quadratmeter. Im neuen Anbau findet auch die Mall mit Bäckerei und Gastronomie für Mittagstisch Platz. Ins alte Einkaufszentrum zieht der Getränkemarkt, der noch auf dem Fabrikgelände ansässig ist und derzeit nur über die Oststraße erreichbar ist. Auch bei dessen Umzug spielt Zeit eine untergeordnete Rolle: Der Getränkemarkt werde von einer Edeka-Tochter betrieben, mit dem Umzug in die alten Supermarkträume werde die Trinkgut-Filiale von Kels weiterbetrieben. Während auf der Baustelle mit Hochdruck die Restarbeiten erledigt werden, ist Kels gelassen. Er freut sich über den Fortgang trotz der Verzögerung und denkt wohl schon über eine Eröffnungsparty nach. Noch ist er auf Personalsuche. Etwa 120 Mitarbeiter sollen es werden, die Hälfte davon in Teilzeit.

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