Edeka Kels zieht im Frühjahr in die ehemalige Maschinenfabrik an der Homberger Straße. Das Gebäude wird derzeit unter strengen Auflagen des Denkmalschutzes saniert.

Das teilweise gläserne Dach der Maschinenfabrik wird nach Vorgaben des Denkmalschutzes saniert.
Das teilweise gläserne Dach der Maschinenfabrik wird nach Vorgaben des Denkmalschutzes saniert.

Das teilweise gläserne Dach der Maschinenfabrik wird nach Vorgaben des Denkmalschutzes saniert.

Bauherr Felix Kels schaute sich gestern den Fortschritt der Arbeiten an.

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Das teilweise gläserne Dach der Maschinenfabrik wird nach Vorgaben des Denkmalschutzes saniert.

Ratingen. Für die Bauarbeiter in und um die alte Maschinenfabrik an der Homberger Straße gab es gestern Morgen eine Platte mit belegten Brötchen. Die hatte Felix Kels vor seinem Besuch auf der Baustelle in seinem Edeka-Laden gegenüber geholt. Im Frühjahr will Kels in die denkmalgeschützte Fabrikhalle umziehen. „Wir sind voll im Zeitplan“, sagte Kels gestern erfreut.

Im vergangenen Jahr habe man gegenüber, im Einkaufszentrum Ost, das 30-jährige Bestehen gefeiert, sagt Kels. Das erste Geschäft besteht in Mülheim. In Ost habe man noch einmal anbauen können, doch weiteren Platz für die Erweiterung gebe es dort nicht. In den vielen Jahren sei die Zahl der Kunden gestiegen, und auch das Sortiment habe stark zugenommen. Kurzum: Die 1000 Quadratmeter im Einkaufszentrum seien zu klein geworden.

2500 Quadratmeter stehen zur Verfügung

Auf dem Gelände der Maschinenfabrik wird man 2500 Quadratmeter haben, davon 1500 im neuen Anbau – und vor allem ausreichend Parkplätze. Dafür habe es „hohe Auflagen“ gegeben, erklärt Kels. Die Parkplätze entstehen dort, wo an der Oststraße einst noch alte Hallen und Schuppen standen. Und weitere Stellplätze seien ihm bereits in Aussicht gestellt worden.

Die alte Maschinenhalle aus dem Jahre 1899 wird komplett erhalten. Derzeit werden die Fassade zur Homberger Straße sowie das Dach aufwendig saniert. Zwar müssen die Glasfenster im Dach erneuert werden, doch werde das schöne Licht nicht den Supermarkt erhellen, so der Bauherr. Man verfolge ein Haus-in-Haus-Konzept.

„Wir sind voll im Zeitplan.“

Felix Kels, Bauherr

Im Klartext: Ein komplett neues Fundament wurde verlegt, die Decke wird abgehängt, die Isolierwände in Fertigbauweise eingezogen. An die ehemalige Funktion der alten Fabrik wird später noch eine uralte „Laufkatze“ mit manuellem Kran erinnern – eine der Auflagen des Denkmalschutzes. Früher gab es etwa acht bis neun Kräne in der Halle.

Für den Denkmalschutz haben Arbeiter zwei Wochen lang „Steine gekloppt“, wie Projektleiter Norbert Siegert vom Generalunternehmer Schellhas berichtete: Mit den Steinen wurde ein Eingang zugemauert. Die roten Feldbrandsteine seien damals „handgebacken“ worden und höchst unterschiedlich ausgefallen.

Im Betonfundament verlaufen breite Kanäle für Versorgungsleitungen. Unter anderem werden dort auch die Kühlschläuche für die Kühltheken verlegt. Es wird nur eine zentrale Versorgungseinheit geben: Die Kälteanlage kühlt die Theken und Tiefkühlschränke, mit der Abluft wird geheizt.

Die Anlieferung geschieht von der Oststraße aus, dafür wird eine tiefergelegte Rampe in den westlichen Teil der Halle eingebaut. Im Osten entsteht bereits der Anbau. Dort finde auch die Mall Platz mit Bäckerei und Gastronomie für Mittagstisch, sagt Kels. Auch in den alten Räumen werde die Bäckerei mit Mittagstisch bleiben – dort „gutbürgerlich“, in der neuen Mall mit Blick aufs Publikum aus den vielen Büros etwas moderner. Ins Einkaufszentrum zieht der Getränkemarkt, der auf dem Fabrikgelände ansässig ist und nur noch von der Homberger Straße erreichbar ist.

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