Modern, freundlich mit deutlich besserer Aufenthaltsqualität – so soll sich der Düsseldorfer Platz künftig präsentieren.

Modern, freundlich mit deutlich besserer Aufenthaltsqualität – so soll sich der Düsseldorfer Platz künftig präsentieren.
Der Düsseldorfer Platz ist derzeit eine Großbaustelle. Es gibt kaum einen Ratinger, der deshalb nicht Umwege in Kauf nehmen muss.

Der Düsseldorfer Platz ist derzeit eine Großbaustelle. Es gibt kaum einen Ratinger, der deshalb nicht Umwege in Kauf nehmen muss.

Achim Blazy

Der Düsseldorfer Platz ist derzeit eine Großbaustelle. Es gibt kaum einen Ratinger, der deshalb nicht Umwege in Kauf nehmen muss.

Ratingen. Jochen Kral, der Technische Beigeordnete, brachte es beim ersten Spatenstich sinnbildlich auf den Punkt. „Alle Ratinger bauen mit“, betonte der Planungsdezernent mit Blick auf die komplette Umgestaltung des Düsseldorfer Platzes und aktuelle Folgen. Die sind gravierend und begleiten viele Bürger auf ihren täglichen Routen.

Die gute Nachricht: Die Arbeiten gehen zügig voran, Kral ist mit dem Gesamtverlauf zufrieden. Und zum Jahresende gibt es dann noch ein kleines Präsent: Das neue Glasdach, das politisch nicht unumstritten war, wird 300 000 Euro billiger – auch weil man die Kosten in der Kalkulation zu hoch angesetzt habe, betonte der Planungsdezernent. Der gesamte Düsseldorfer Platz wird neu gestaltet, die rund 30 Jahre alten Anlagen entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen modernen Verknüpfungspunkt.

Wie wichtig das Projekt ist, verdeutlichte Rheinbahn-Chef Michael Clausecker: Man wolle in den kommenden Jahren erheblich wachsen und die Fahrgastzahlen deutlich steigern. Auch deshalb komme dem neuen Düsseldorfer Platz eine besondere Bedeutung zu. Die Rheinbahn verbaut rund 1000 Meter Gleise, vier Weichen, eine Fahrleitungsanlage, die am Dach montiert wird. Zudem gibt es neue Fahrgastinformations- und Videoanlagen sowie hochmoderne Signaltechnik.

Es werde viel für die Anwohner und den Lärmschutz getan, Schall und Erschütterungen im Gleisbereich will man abdämpfen, zum Beispiel durch Schmieranlagen und elastische Lagerung der Schienen. Im Vorfeld muss der sumpfige Baugrund teilweise mit aufwendigen Sonderkonstruktionen tragfähig gemacht werden.

Doch die Mühe wird sich lohnen. Davon sind Clausecker und Bürgermeister Klaus Konrad Pesch überzeugt. Der Verwaltungschef betonte: „Die bestehende Infrastruktur im Bereich Düsseldorfer Platz und Düsseldorfer Straße wird komplett ausgebaut und neu gestaltet. Das Eingangstor nach Ratingen erhält somit ein neues, freundlicheres Gesicht.“

„Alle Ratinger bauen mit.“

Jochen Kral, Stadt Ratingen

Der Düsseldorfer Platz erhalte „eine stark verbesserte Aufenthaltsqualität mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten und einem neuen Kundenpavillon inklusive Kiosk und öffentlichen Toilettenanlagen“, ergänzte Pesch.

Das Gesamtinvestitionsvolumen der Großbaumaßnahme – inklusive der modernen Überdachung sowie der baulichen Verbesserungen auf der Düsseldorfer Straße – beläuft sich nach aktuellem Stand auf knapp 15 Millionen Euro und wird durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die Städtebauförderung bezuschusst. Der städtische Eigenanteil liegt bei 4,2 Millionen Euro. Allein die Tiefbauarbeiten seitens der Strabag AG kosten rund 7,45 Millionen Euro. Die derzeitige Bushaltestelle „Grabenstraße“ wird im Zuge des Projektes von der Düsseldorfer Straße auf die Grabenstraße verlegt und barrierefrei ausgebaut. Informationen zur gesamten Maßnahme gibt es im Internet. Die Stadt hat auch ein Bürgertelefon eingerichtet: 02012/550-8001.

www.rheinbahn.de www. ratingen.de

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