Städtische Dächer sollen verstärkt dafür genutzt werden.

Ratingen. Solar-Projekte? Ja klar, da war noch was: Vor fünf Jahren fasste der Rat den einstimmigen Beschluss, die Erzeugung von erneuerbarer Energie in Ratingen dadurch zu fördern, dass Dachflächen städtischer Gebäude, etwa an Schulen und Sporthallen, zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen freigegeben werden.

Gleichzeitig wurde festgelegt, die städtischen Dächer ausschließlich der Bürgerenergie-Ratingen-Genossenschaft zur Verfügung zu stellen. Daran erinnerte jetzt Christian Wiglow, SPD-Fraktionschef.

Doch die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Erwartungen in den zügigen Ausbau zusätzlicher Anlagen nicht erfüllt wurden. „Wir hatten uns doch eine größere Anzahl von Projekten vorgestellt, insbesondere auch deshalb, weil in der Ratinger Bürgerschaft und aus dem Kreis der Mitglieder der Genossenschaft eine große Bereitschaft besteht, zusätzliche finanzielle Mittel für weitere Investitionen einzubringen“, sagt der Politiker.

Wiglow verweist auf die Mitgliedschaft der Stadt im Klimabündnis und die ökologischen Vorteile einer dezentralen Stromerzeugung: Schließlich werde man durch Experten darin bestärkt, dass trotz der Absenkung der Einspeisevergütungen durchaus gute Erträge erzielt werden können.

„Wir hatten uns doch eine größere Anzahl von Projekten vorgestellt.“

Christian Wiglow, SPD-Fraktionschef

Um der Förderung von Solarstrom in Ratingen einen neuen Impuls zu verleihen, beantragt die SPD-Fraktion nun diese Punkte: Die Verwaltung erstellt eine Bestandsaufnahme der Flächen, die bereits mit Solaranlagen belegt und für Projekte geeignet und verfügbar sind. Die Verwaltung stellt die geeigneten Flächen zur Verfügung und setzt sich im Aufsichtsrat der Genossenschaft für die zeitnahe Montage neuer Solaranlagen ein. Zudem wird seitens der Stadt regelmäßig über diese Vorhaben berichtet.

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