Auf der Naturbühne am Blauen See in Ratingen werden ab 27. Mai die „Abenteuer von Pettersson und Findus“ aufgeführt.

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Kater Findus und Pettersson: Regisseur Ralph Reiniger und Tanja Bockelkamp stellten das Stück vor, das ab Mai auf der Naturbühne Blauer See aufgeführt wird.

Kater Findus und Pettersson: Regisseur Ralph Reiniger und Tanja Bockelkamp stellten das Stück vor, das ab Mai auf der Naturbühne Blauer See aufgeführt wird.

Stefan Fries

Kater Findus und Pettersson: Regisseur Ralph Reiniger und Tanja Bockelkamp stellten das Stück vor, das ab Mai auf der Naturbühne Blauer See aufgeführt wird.

Ratingen. Astrid Lindgren und ihre Pippi Langstrumpf kennt jeder. Der Bekanntheitsgrad von Sven Nordqvist dürfte hingegen um einiges geringer sein. Sein schrulliger, alter Pettersson und dessen quirliger Kater Findus sind hingegen fast jedem Kind ein Begriff.

Die Abenteuer dieses ungleichen Freundespaares sind mittlerweile in zehn Büchern, einer Zeichentrickserie und vier Kinofilmen verbreitet worden. Ab Pfingsten werden „Die Abenteuer von Pettersson und Findus“ auch 47 Mal auf der Naturbühne Blauer See in Ratingen aufgeführt.

„Es gibt Verfolgungsjagden mit uralten Traktoren, einem alten Motorrad mit Beiwagen und einem anderen Gefährt.“

Ralph Reiniger, Regisseur

Das Team von Theaterconcept aus Witten, das in den Vorjahren mit „Pippi Langstrumpf“, „Wickie“, „Jim Knopf“, „Räuber Hotzenplotz“ und dem „Dschungelbuch“ zigtausend Besucher zur Naturbühne gelockt hat, hat für das Sommertheater diesmal ein „Best of“ der Pettersson-Geschichten zu einem „spannenden, lustigen und aktionsgeladenen Theaterspektakel“ verarbeitet, wie Regisseur Ralph Reiniger ausführlich erläutert.

Die Auswahl der Stücke, die auf der Naturbühne aufgeführt werden können, sei begrenzt: Sie müssen draußen stattfinden, die Natur muss eine große Rolle spielen. Außerdem sollten die Geschichten bei der Zielgruppe Kinder bekannt sein. Auf Pettersson und Findus treffe alles zu, meint Reiniger.

Acht Schauspieler – teils in Doppelrollen – werden von Mai bis September nicht nur den schrulligen Pettersson, die Bäuerin Andersson und den tumben, zur Gewalttätigkeit neigenden Nachbarn Gustavsson verkörpern, sondern auch die vielköpfige Tierschar, die bei dem Stück kräftig mitmischt: der Arien singende Hahn Caruso, den gefährlichen Stier, den Hühner klauenden Fuchs, das wilde Schwein im Kartoffelfeld und natürlich den zu allen Streichen aufgelegten Kater Findus. Die Kulissen werden möglichst originalgetreu den typisch schwedischen Bauerngehöften aus den Bilderbüchern nachempfunden.

Die Darsteller müssen auch baden gehen

Premiere ist am Pfingstsonntag, 27. Mai. Danach finden auf der Naturbühne Blauer See bis zum 16. September insgesamt 47 Aufführungen statt (Beginn immer um 15.30 Uhr). Für Schulen und Kindergärten gibt es besondere Vormittagstermine: am 26. und 27. Juni, am 3., 4., 17. und 24 Juli – jeweils um 10 Uhr.

Der Eintritt kostet für Kinder zwölf, für Erwachsene 14 Euro. Die Aufführungen am Vormittag kosten acht Euro Eintritt.

Die Naturbühne hat rund 1200 überdachte Sitzplätze, so dass die Vorstellungen bei jedem Wetter stattfinden.

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter der Hotline 01805/300 411 oder im Internet unter www.theaterconcept.de

Damit die Geschichten um den alten und etwas betulichen Pettersson aber nicht nur so dahinplätschern, hat der Regisseur reichlich Aktionen eingebaut: „Es gibt Verfolgungsjagden mit uralten Traktoren, einem alten Motorrad mit Beiwagen und einem anderen Gefährt. Und die Schauspieler müssen auch in den See.“

Der Darsteller dieser Rolle weiß schon, was auf ihn zukommt – er war bereits im „Wickie“-Stück dabei. Für die übrigen Rollen werden die Schauspieler noch gesucht: Am kommenden Mittwoch findet dazu ein Casting im Ratinger Stadttheater statt, zu dem mehr als 60 Bewerber eingeladen wurden.

Ralph Reiniger und seine Truppe können auf ein immer größer werdendes Stammpublikum zählen, das auch von weit außerhalb des Kreisgebietes anreist. Dennoch hofft er auf „besseres Wetter als im Vorjahr“. Der Dauerregen bei jeder Aufführung sei „geradezu schikanös“ gewesen und hat ihm ein Besucherminus von zehn Prozent beschert.

Da Theaterconcept mit dem Eigentümer des Geländes, der Gräflich Speeschen Forstverwaltung, erstmals einen Fünf-Jahresvertrag abschließen konnte, lohnen sich auch kleinere Investitionen im Bereich der Naturbühne. Neben der Renovierung der Toilettenanlage sollen das Gelände und die Infrastruktur vor allem mit Schönheitsreparaturen „aufgehübscht“ werden.

Außerdem kann Reiniger erstmals auch ein ganz anderes Konzept ins Auge fassen: nicht nur Kinderaufführungen, sondern auch Abendvorstellungen – natürlich mit entsprechenden Stücken. „Ich würde gerne auch mal Shakespeare spielen“, träumt Reiniger. Doch dieses Risiko will er allenfalls „im übernächsten Jahr“ eingehen.

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