Die Jonges zeigten ihr Domizil im hisorischen Gemäuer.

Die Jonges zeigten ihr Domizil im hisorischen Gemäuer.
Die Besucher erkundeten den Dicken Turm.

Die Besucher erkundeten den Dicken Turm.

Achim Blazy

Die Besucher erkundeten den Dicken Turm.

Ratingen. Nein, Marion Höltermann versteckt sich nicht. Sie wagt trotz ihrer Behinderung einen Besuch im Dicken Turm. Die erste Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins Ratingen, Marion Höltermann und Preisträgerin der Dumeklemmer Plakette 2015, besuchte mit ihren Mitstreitern das historische Gemäuer.

Kein leichtes Unterfangen, denn der obere Raum, gleichzeitig Geschäftsstelle der Jonges ist gar nicht so leicht aufzusuchen. Es bedarf für Menschen mit Handycaps schon eine besondere Anstrengung. Die schmale, steile Treppe in das Obergeschoss und der Durchgang zum Eiskeller erfordern eine gewisse Gewandtheit. Aber Marion Höltermann weiß das und sucht diese Anforderungen bewusst, denn sie stellt immer wieder fest, dass Blinde und sehbehinderte Menschen in unserem Stadtbild oft außen vor stehen. Aber sie gehören nun Mal zum Leben in Ratingen dazu und sollen daran teilnehmen, das ist ihr Wunsch. Sie freute sich, den Dicken Turm kennenzulernen und hatte viele Fragen an die Jonges, worauf eine anregende Unterhaltung folgte.

Die Jonges fanden sich schnell in der Gedankenwelt der behinderten Menschen zurecht und die Gäste erfuhren hautnah aus dem Vereinsleben und dem Wirken der Jonges. Der Besuch war für Marion Höltermann ein weiterer Weg dahin, die Stadt für behinderte Menschen barrierefrei zu machen. Das ist ihr innigster Wunsch, und dafür kämpft sie. Sie sieht ihre Mitmenschen mit dem Herzen.

Treu nach ihrem Lebensmotto, dass Blindheit für sie nicht gleich Dunkelheit bedeutet, saugt sie alle Informationen auf, um den Menschen mit Behinderung das Leben leichter zu gestalten. Für beide Seiten war es ein lehrreicher Besuch. Red

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