Wenn die Politik heute über die Mängelliste am Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium berät, muss die Verwaltung Fakten liefern.

Wenn die Politik heute über die Mängelliste am Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium berät, muss die Verwaltung Fakten liefern.
Schnellstmöglich fordern Politik sowie Schulpflegschaft eine Ersatzlösung für die alten Pavillons auf dem Gelände des Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasiums.

Schnellstmöglich fordern Politik sowie Schulpflegschaft eine Ersatzlösung für die alten Pavillons auf dem Gelände des Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasiums.

Achim Blazy

Schnellstmöglich fordern Politik sowie Schulpflegschaft eine Ersatzlösung für die alten Pavillons auf dem Gelände des Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasiums.

Ratingen. Es wäre am heutigen Dienstag höchstwahrscheinlich eine stinknormale Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses geworden. Doch es wird ab 16 Uhr im Freizeithaus West zur Sache gehen: Die Verwaltung muss Fakten liefern und den erkennbaren Willen dokumentieren, dass man am Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium in Sachen Sanierung endlich grundlegend anpacken will.

Die Ankündigung von Schuldezernent Rolf Steuwe, dass man nicht genau sagen könne, wann die Schule ordentlich hergerichtet wird, hat in der vergangenen Woche in der Stadt für kollektives Entsetzen gesorgt.

„Die Eltern werden sehr genau aufpassen, ob und wie man sich bei der Stadt um das Wohl ihrer Kinder kümmert und bei den nächsten Wahlen ihr Urteil dazu abgeben.“

Zitat aus einem Brief der Schulpflegschaft

Spätestens nach dem geharnischten Brief der Schulpflegschaft ist man sich in den Reihen der Politik einig, dass gehandelt werden muss – und zwar sofort. SPD-Fraktionschef Christian Wiglow setzte sich an die Spitze der Bewegung, indem er forderte, dass anstelle der alten Pavillons ein stabiler Neubau (in Form einer Modulbauweise) entstehen soll. Eine Mitnutzung des Gebäudes der früheren Elsa-Brandström-Schule sei keine Lösung, da dieser Platz als Ausweichfläche für die Sanierung der Hauptgebäude erforderlich sein werde.

Die Schulpflegschaft betonte in ihrem Brief: Derzeit seien in der ehemaligen Elsa-Brandström-Schule zwölf Räume für Schüler des Gymnasiums theoretisch nutzbar, aber weder diese Räume noch die Toilettenanlage seien seit der Verwendung als Flüchtlingsunterkunft saniert worden. „Im jetzigen Zustand sind die Räume für Schulzwecke nicht geeignet“, heißt es in dem Brief, „allerdings hätte auch diese Sanierung schon längst erledigt sein sollen.“

Die Schulpflegschaft fügte an: „Eine weitere mehrjährige Wartezeit für unser Gymnasium ist nicht drin. Ein Anfang wären zumindest der Ersatz der Pavillons als Sofortmaßnahme und ein zügiger Beginn der Sanierung. Die Eltern der ehemaligen, jetzigen und kommenden Schüler werden sehr genau aufpassen, ob und wie man sich bei der Stadt um das Wohl ihrer Kinder kümmert und bei den nächsten Wahlen ihr Urteil dazu abgeben.“

Die Verwaltung hatte noch in der vergangenen Woche betont, dass man angesichts personeller Probleme nicht in der Lage sei, für die Sanierung des Gymnasiums einen verbindlichen Zeitplan vorzulegen.

Die SPD erhöhte den Druck: Sollte die Verwaltung heute keinen Aktionsplan präsentieren, werde man eine Sondersitzung des Schulausschusses beantragen. Die Ergebnisse dieser Sitzung sollen im Rat am 20. Dezember behandelt werden. Spätestens dann soll es ein Maßnahmen-Bündel geben.

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