Das Medienzentrum freute sich über die überwältigende Resonanz.

Auftakt des Büchertrödels war am Samstag. Aber auch in den kommenden Tagen kann noch zum Kleinstpreis eingekauft werden.
Auftakt des Büchertrödels war am Samstag. Aber auch in den kommenden Tagen kann noch zum Kleinstpreis eingekauft werden.

Auftakt des Büchertrödels war am Samstag. Aber auch in den kommenden Tagen kann noch zum Kleinstpreis eingekauft werden.

Janicki

Auftakt des Büchertrödels war am Samstag. Aber auch in den kommenden Tagen kann noch zum Kleinstpreis eingekauft werden.

Ratingen. „Ich hätte mir mal besser auch einen Korb mitgebracht“, beschimpfte sich Ursula Richter im Selbstgespräch. Unter dem Arm türmte sich bereits ein dicker Stapel verschiedener Romane. „Und bei den Hörbüchern habe ich noch gar nicht geguckt“, tat sie weitere Kaufabsichten kund, von denen sie spontan nicht wusste, wie sie sie tragen sollte. So wie sie stürmten viele andere Literaturfreunde am Samstag das Medienzentrum. Als sich dort Punkt 10 Uhr die automatische Schiebetür öffnete, hatte sich bereits eine Schlange Interessierter gebildet.

Für gerade einmal zwei Euro wechselten Bücher den Besitzer

Bereits um kurz nach zehn herrschte drangvolle Enge im wimmligen Gewühl des Foyers. Die Menschen kamen, um beim Büchertrödel zu stöbern. In verschiedene Stellagen, Regale und Rollwagen verbracht, lagen für diesen Bücherbasar Schätze in Form aussortierter Bücher, Paperbacks, Hörspielen, DVDs und CDs. „Hier habe ich viel gefunden, was als kleine Zugabe zu großen Geschenken gedacht ist“, sagte Karsten Teichert über seinen „gemischten Einkauf“. Was die fabelhaften Fundstücke, darunter „Pilates für Einsteiger“, der Live-Mitschnitt eines Nena-Konzerts, Unterhaltung in Form eines Krimis sowie Umberto Ecos „Der Friedhof in Prag“, im Einzelnen kosteten, erfuhren die Käufer erst beim Bezahlen. „Ein Buch für zwei Euro?“, staunte ein Mann. „Hätte ich das gewusst, hätte ich viel mehr ausgesucht.“

„Man bräuchte viel mehr Zeit, um überall in Ruhe zu gucken“, erklärte Astrid Schellmer. „Was da hinten steht, weiß ich nicht“, auch an die unteren Regale kam mancher nicht heran, weil viele Beine von zu vielen anderen Leuten dazwischen standen. Begehrt waren die gebundenen Bücher, meist in tadellosem Zustand, ebenso wie Paperbacks und ähnliches – auch in der jungen Bibliothek, wo etliche Klassiker der Kinderliteratur neue Besitzer fanden.

Der Büchertrödel dauert noch einige Tage. Fixe Leute sausen nun los, um in den Restbeständen fündig zu werden. Den Erlös nutzt die Bücherei für Neukäufe.

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