Fünf Container mit belastetem Material stehen bereits zur Abholung bereit.

In den fünf mit einer Plane bedeckten Containern befindet sich das kontaminierte Material.
In den fünf mit einer Plane bedeckten Containern befindet sich das kontaminierte Material.

In den fünf mit einer Plane bedeckten Containern befindet sich das kontaminierte Material.

Achim Blazy

In den fünf mit einer Plane bedeckten Containern befindet sich das kontaminierte Material.

Ratingen. Die bereits befüllten Container stehen bereit und sind mit einer weißen Folie bedeckt. Die Köster GmbH, die im Auftrag der Stadt den Neubau des Rathauses in Angriff nimmt, muss in einem kleineren Bereich der Baustelle gesundheitsgefährdende Schadstoffe entsorgen lassen. Im Zuge einer Schadstoffanalyse durch das Büro BG Rhein Ruhr wurde in einer Probe eine Belastung mit dem als umweltgefährdend eingestuften Schadstoff Tetrachlorethen festgestellt. Die unmittelbar eingeschaltete Untere Bodenschutzbehörde des Kreises Mettmann hatte daraufhin alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet.

Betroffene Fläche ist „gut beherrschbar“

Betroffen sei eine Fläche zwischen 50 und 100 Quadratmetern, so dass es sich um „eine gut beherrschbare Problematik“ handele, heißt es. „Die erforderlichen Schritte wurden in enger Abstimmung zwischen der Stadt, dem Bodengutachter BG Rhein Ruhr, dem Kreis Mettmann und dem beauftragten Generalunternehmer Köster in Angriff genommen“, betonte Jochen Kral, der Technische Beigeordnete. Das Material werde noch einmal untersucht und dann fachmännisch entsorgt, betonte der Planungsdezernent, der sich gestern zu weiteren Abstimmungsgesprächen traf. Kral versicherte, dass es keinen weiteren großen Fund gegeben habe.

Die Abrissarbeiten auf dem Gelände (Kellerkasten) gehen unterdessen weiter. Kral geht davon aus, dass das neue Rathaus im Sommer 2018 fertiggestellt sein wird.

Im Dezember des vergangenen Jahres hatte es einen symbolhaften Termin gegeben. Der neue Grundstein wurde neben den alten aus dem Jahr 1971 platziert und in die Stahlbetonwand im Bereich der Tiefgarageneinfahrt eingelassen. So spannte Bürgermeister Klaus Konrad Pesch thematisch den Bogen: Das Gesamtprojekt, das Kosten in Höhe von rund 31,7 Millionen Euro verursacht, vereine eben Altes und Neues. Während der Westflügel stehenbleibt und nach einer Kernsanierung unter anderem das Bürgerbüro und das Kreis-Service-Center im Erdgeschoss sowie den Ratssaal im ersten Obergeschoss beherbergt, entstehen Hauptgebäude (viergeschossig) und Ostflügel (dreigeschossig) in einem L-förmigen Komplex.

Verwaltungsmitarbeiter sollen das Haus Ende 2018 beziehen

Nach Angaben der Planer werden gut 100 Doppel- und Einzelbüros eingerichtet. Insgesamt werden dort künftig knapp 200 Verwaltungsmitarbeiter tätig sein. In der Rathaus-Tiefgarage, die teils saniert und teils neu gebaut wird, gibt es künftig Platz für 94 Stellplätze.

Bernd Leonhart, Geschäftsführer der Köster-Niederlassung Dortmund, betonte, dass zu Spitzenzeiten rund 100 Arbeiter auf der Baustelle sein werden. Köster habe dieses Projekt von Anfang an interessant gefunden, betonte der Diplom-Ingenieur.

Als sichtbares Zeichen für einen baldigen Baustart steht ein großer Kran auf dem Baufeld an der Minoritenstraße. Die Gründungsarbeiten für die Einzel-Fundamente haben bereits begonnen. Geplant ist, dass die Verwaltungsmitarbeiter im letzten Quartal 2018 einziehen werden.

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