430 Menschen werden in dem Büro- und Schulungsgebäude in Ratingen-Ost arbeiten.

430 Menschen werden in dem Büro- und Schulungsgebäude in Ratingen-Ost arbeiten.
Walter Brune (r.), Bürgermeister Klaus Pesch (3.v.l.) und Andreas Beyer (Bildmitte/SAP) stoßen auf die Schlüsselübergabe an.

Walter Brune (r.), Bürgermeister Klaus Pesch (3.v.l.) und Andreas Beyer (Bildmitte/SAP) stoßen auf die Schlüsselübergabe an.

Futuristisch sieht der neue SAP-Standort aus, der am 3. Juli in Betrieb genommen wird.

Bild 1 von 2

Walter Brune (r.), Bürgermeister Klaus Pesch (3.v.l.) und Andreas Beyer (Bildmitte/SAP) stoßen auf die Schlüsselübergabe an.

Ratingen. Es gehört zu den teuersten Projekten der Stadtgeschichte – und kann sich schon allein aufgrund seiner futuristisch anmutenden Bauweise im wahrsten Wortsinn sehen lassen. Investor Walter Brune und sein Team haben ganze Arbeit geleistet und vor allem den Zeitplan eingehalten. Am 3. Juli nimmt SAP an seinem neuen Standort zwischen Oststraße und Hugo-Schlimm-Straße seinen Büro- und Schulungsbetrieb auf. Brune hat das 8100 Quadratmeter große Grundstück von der Stadt gekauft und das Projekt für den Software-Riesen entwickelt. 48 Millionen Euro habe man in das Bauvorhaben (inklusive Grundstück) gesteckt, sagte der Architekt am Rande der Schlüsselübergabe. Brune hat sich regelmäßig über den Baufortschritt informiert. Und der 91-Jährige will weiterhin ein Auge auf das Gebäude werfen, denn es liegt auf seiner Jogging-Strecke.

Andreas Beyer, Chef des SAP-Standortes in Ratingen-Ost, zeigte sich rundum zufrieden. Es habe eine punktgenaue Fertigstellung gegeben. Das Gebäude bietet Raum für 430 feste Arbeitsplätze. Rund zwei Jahre lang dauerte der Bau. In Spitzenzeiten waren drei Baukräne im Einsatz. Die Adresse ist standesgemäß. Sie lautet: SAP-Platz 1.

Der Premium-Standort Ost boomt also weiter. Aber es gibt auch deutlich mehr Verkehr. Edeka Kels ist bereits in die alte Maschinenfabrik gezogen. Der neue Parkplatz, der zwei Ausfahrten hat (Oststraße und Homberger Straße), ist auch nach Büroschluss sehr gut gefüllt – und an Wochenenden sowieso.

Und dann ist da noch das Schwarzbach-Quartier: Es handelt sich um eines der größten Bauprojekte der Stadtgeschichte, eingerahmt von einem globalen, sehr hart umkämpften Immobilien- Markt. Weltweit agierende Investmentmanager von InfraRed Capital Partners haben leerstehende Flächen an der Balcke-Dürr-Allee erworben. Man plant ganz Großes auf dem rund 100 000 Quadratmeter umfassenden Areal. Dies berichtete Martin Payne, Investment Director. So sollen rund 250 Millionen Euro in die Entwicklung der Flächen investiert werden. Bürgermeister Klaus Konrad Pesch betonte vor dem Unternehmensverband (UVR), dass man mehrere Jahre benötige, um dieses Projekt zum Abschluss zu bringen.

Die entscheidende Frage, die sich auch die Politik stellt: Wie sind die wachsenden Verkehrsströme zu bewältigen? Anwohner im Stadtteil sind in Sorge.

Die SPD-Fraktion greift das Thema auf: Am Donnerstag, 29. Juni, wird der Technische Beigeordnete Jochen Kral im Seniorentreff Ost, Carl-Zöllig-Straße 55, über Projekte in Ost informieren.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer