Auf dem Friedhof in Mitte wurden Grabstellen

Ratingen
Das Grab der Angehörigen von Marion Kukuk soll neu bepflanzt werden.

Das Grab der Angehörigen von Marion Kukuk soll neu bepflanzt werden.

Achim Blazy

Das Grab der Angehörigen von Marion Kukuk soll neu bepflanzt werden.

Ratingen. Marion Kukuk aus Duisburg staunte nicht schlecht, als sie Anfang des Jahres die Gräber der Eltern und der Oma auf dem katholischen Friedhof in Mitte besuchte: Statt Blumenschmuck lag Rollrasen auf den Grabstellen, Pflanzen und Schalen waren verschwunden. Immerhin standen die Grabsteine noch – die Nutzungsdauer läuft schließlich noch bis 2032 (Oma) beziehungsweise 2030 (Eltern).

Was war geschehen? Bei einem Ortstermin mit Bernd U. Dietz vom Kirchenvorstand St. Peter und Paul, zugleich Vorsitzender des Friedhofsausschusses, versuchte man gemeinsam Licht in die etwas komplizierte Angelegenheit zu bringen.

Kukuk, aus Ratingen stammend, war zuletzt im Sommer an den Grabstellen gewesen, danach wegen Krankheit nicht mehr. Im August sei noch alles in Ordnung gewesen, sagte sie. Danach wüteten aber wohl Ackerschachtelhalm, Ackerwinde und Brombeerranken wie überall auf dem Friedhof.

Gräber sollen ungepflegten Eindruck gemacht haben

Mehrfach, so Dietz, sei bei Begehungen festgestellt worden, dass die Gräber einen ungepflegten Eindruck gemacht hätten. Es sei auch veranlasst worden, entsprechende Schilder zu stecken. Auch hätte schriftlich informiert werden müssen – doch bei ihr sei nie ein Schreiben angekommen und Schilder habe sie auch nicht wahrgenommen, sagte Kukuk. Dietz verwies auch auf einen längeren Krankheitsfall in der Friedhofsverwaltung und entschuldigte sich in aller Form: „Wir sind nicht ganz schuldlos.“

Er bot eine Neubepflanzung auf Kosten der Friedhofsverwaltung an. Dietz betonte, dass man besonders wegen des Publikumsverkehrs auf dem Friedhof ein scharfes Auge auf die Anlage werfen müsse. Der Ackerschachtelhalm bereite große Probleme: „Der ist unglaublich penetrant und dringt sogar durch Bodendecker.“ Mit Rollrasen habe man in solchen Fällen die besten Erfahrungen gemacht: Der halte das Unkraut etwa zwei Jahre lang zurück.

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