Eigentlich soll die Zusammenarbeit jetzt starten. Doch die Krankenkassen haben noch Beratungsbedarf.

Ratingen. Der 1. Januar war der Wunschtermin: „Wir hätten die Rettungsdienst-Kooperation mit Heiligenhaus gerne pünktlich zum neuen Jahr gestartet. Das Projekt wird sich aber etwas verschieben“, erklärt Feuerwehrdezernent Frank Mendack. Dass sich der Termin verzögert, liegt aber in diesem Fall nicht an der Verwaltung, die hatte ihre Hausaufgaben gemacht, so Mendack: „Die Krankenkassen als Kostenträger des Rettungsdienstes haben noch einige Fragen, die geklärt werden müssen. Erst dann können wir endgültig starten“, so Mendack.

Eigentlich sind alle Vorbereitungen getroffen

Dabei sind fast alle Vorbereitungen abgeschlossen. Die klamme Stadt Heiligenhaus ist dabei, in ihrer Feuerwache für einen sechsstelligen Betrag die Räumlichkeiten umzubauen für die Einsatzkräfte: „Das war unumgänglich, um zum Beispiel aktuelle Arbeitsschutzbestimmungen umzusetzen“, sagt Jan Heinisch, Heiligenhauser Bürgermeister, der als langjähriger Feuerwehrmann die Kooperation zur Chefsache gemacht hat: „Das ist eine gute Sache.“

Wenn die letzten Probleme gelöst sind, kann alles ganz schnell gehen. Die Rettungsdienst-Fahrzeuge der beiden Städte werden entsprechend neu beklebt und tragen dann den Schriftzug „Rettungsdienst Ratingen/ Heiligenhaus“. Frank Mendack geht davon aus, dass das bald der Fall sein muss: „Im Verlauf des ersten Quartals werden wir endgültig starten können.“

Für die Bürger wird sich nichts ändern

Der Rat hat in seiner Dezember-Sitzung bereits zugestimmt, dass Bürgermeister Klaus Pesch – vorbehaltlich der endgültigen Zustimmung der Krankenkassen – sofort den Kooperationsvertrag unterzeichnen kann. Dort sind alle Details geregelt – wie zum Beispiel die Übernahme des Heiligenhauser Feuerwehrpersonals durch Ratingen, die Miete für die Räumlichkeiten in der Heiligenhauser Wache und die Übernahme der Fahrzeuge.

Für die Bürger ändert sich durch den späteren Beginn der Kooperation nichts. Sollten alle Ratinger Rettungswagen im Einsatz sein, schickt die Kreisleitstelle sowieso ein Fahrzeug aus Heiligenhaus oder einer anderen Stadt zur Einsatzstelle.

Etwas verändern wird sich nach Angaben aus dem Rathaus übrigens in den nächsten Jahren auch der Standort des Lintorfer Rettungswagens, der bisher noch in der Feuerwache im Kreuzfeld stationiert ist. Die Rettungswache dort ist nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik und Arbeitssicherheit. Hier wollen und müssen der Kreis und die Stadt unbedingt Abhilfe schaffen, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen.

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