Noch vor den Herbstferien, die am 23. Oktober beginnen, soll am Rathaus-Neubau Richtfest gefeiert werden, sagt Jochen Kral, Technischer Beigeordneter der Stadt.

Interview
Jochen Kral ist Technischer Beigeordneter der Stadt Ratingen.

Jochen Kral ist Technischer Beigeordneter der Stadt Ratingen.

In knapp zwei Monaten soll auf der Rathaus-Baustelle Richtfest gefeiert werden.

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Jochen Kral ist Technischer Beigeordneter der Stadt Ratingen.

Das neue Rathaus nimmt langsam Gestalt an. Wie ist der Stand der Dinge aus planerischer Sicht?

Jochen Kral: Wir sind bisher wirklich auf einem guten Weg, von der Fortschritten kann sich ja jeder Bürger überzeugen, schließlich ist schon eine ganze Menge zu erkennen. Da können wir zufrieden sein. Zusammen mit dem Generalunternehmer sind wir gut im Zeitplan. Wir wollen vor den Herbstferien Richtfest feiern. Ungefähr zwei, drei Monate später sollen dann die Arbeiten im Inneren beginnen. Dann werden auch die Lärmbelästigungen für die Anwohner weniger werden. Außerdem wollen wir in absehbarer Zeit die Baugrube zumachen und mit den Arbeiten für die Tiefgarage beginnen, die sich bis unter die Minoritenstraße erstrecken wird. Dafür muss die Straße leider komplett für einige Zeit gesperrt werden. Wir gehen von zwei, maximal drei Monaten aus.

Gab es während des Hochbaus irgendwelche unerwarteten Probleme?

Kral: Wie Sie sich vielleicht erinnern, gab es zu Beginn der Arbeiten Probleme mit Bodenfunden, die belastet waren. Das hat uns einige Wochen Zeit, aber auch Geld gekostet, die unseren zeitlichen Puffer aufgebraucht haben. Aber seitdem ist nichts mehr passiert – glücklicherweise.

Der Neubau wird nicht genügend Platz haben, das ist ja bekannt. Steht schon fest, wo die Mitarbeiter hinkommen sollen, die keinen Platz an der Minoritenstraße bekommen?

Kral: Neben dem Rathaus werden wir ja weiter den technischen Bereich auslagern, der komplett am Stadionring bleiben wird. Dazu kommen die Kommunalen Dienste an der Sandstraße, wo wir einen neuen Verwaltungstrakt errichten. Allerdings werden wir nicht darum herum kommen, einige Mitarbeiter gebündelt nach Aufgabenbereichen auf kleinere Außenstellen zu verteilen. Welche Ämter und welche Gebäude das aber werden, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Wie sieht es mit den Kosten aus? Ist absehbar, ob die Kalkulationen reichen?

Kral: Wir werden für die Haushaltsberatungen eine komplett aktualisierte Aufstellung fertigstellen. Unseren finanziellen Puffer haben wir durch die Kosten für die belasteten Bodenfunde in sechsstelliger Höhe ausgereizt, so dass alles, was jetzt noch zusätzlich geschehen wird, auf den Kostenansatz von rund 32 Millionen Euro aufgeschlagen werden müsste. Wir sind aber guter Dinge, dass wir da keine bösen Überraschungen erleben werden. Eventuell werden durch zusätzliche Funktionen im Rathaus aber noch weitere Kosten entstehen.

Und dann wäre da noch die spannende Frage nach dem Zeitplan: Wann wird die Verwaltung endgültig einziehen?

Kral: Die Schlüsselübergabe ist nach wie vor am 20. August 2018 geplant. Danach beginnen dann kurzfristig die Umzüge. Ich schätze, dass spätestens Ende nächsten Jahres dann jeder Mitarbeiter der Verwaltung sein endgültiges Büro bezogen haben wird.

Wenn man sich den Rohbau so ansieht, hat sich aus Ihrer Sicht das lange Warten auf ein neues Rathaus gelohnt?

Kral: Das ist natürlich eine Frage, die im Auge des Betrachters liegt und die letztlich die nachfolgenden Generationen werden beantworten müssen. Ich denke aber schon, dass wir mit diesem Gebäude mitten in der Stadt eine gute Lösung gefunden haben, die sich wesentlich harmonischer in die gewachsene Altstadt einfügt als das alte Rathaus. Mir gefällt dabei besonders, dass der alte Ratssaal so in das neue Rathaus integriert wird.

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