Der Countdown für die Mitarbeiter der Stadt geht los. Nach und nach ziehen die Abteilungen in die neuen Gebäude.

Umzug
Bis zum Sommer soll das Hauptgebäude des Ratinger Rathauses leergezogen sein.

Bis zum Sommer soll das Hauptgebäude des Ratinger Rathauses leergezogen sein.

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Bis zum Sommer soll das Hauptgebäude des Ratinger Rathauses leergezogen sein.

Ratingen. Rund 250 Mitarbeiter im Rathaus können langsam damit anfangen, ihre Schreibtische und Büroschränke aufzuräumen: Der Countdown zum Umzug wird bald beginnen.

„Bis zum Sommer muss das Hauptgebäude leergezogen sein“, sagt Gerd Willms vom städtischen Gebäudemanagement, der jetzt federführend die Rathaus-Projektleitung übernommen hat, nachdem Siegfried Aring Ende Januar in den Ruhestand gegangen ist. Laut Willms liege man beim Projekt „Rathaus 2015“ voll im Plan.

Das Planungs- und Jugendamt zieht als erstes zum Stadionring um

Das Hauptgebäude an der Minoritenstraße soll in den nächsten Monaten nach und nach leer gezogen werden. Als erstes werden Planungs- und Jugendamt die Umzugskartons packen und zum Stadionring wechseln. Nach dem Auszug der Arge ist viel Platz freigeworden.

Zurzeit baut die Stadtwerketochter „Kommit“ die EDV-Ringleitung von der Feuerwehrzentrale am Voisweg, wo besonders gesichert und klimatisiert der städtische Zentralrechner steht, zur Innenstadt und zum Stadionring. Der Netzknoten an der Minoritenstraße werde gerade errichtet.

Danach ist die alte Feuerwache an der Lintorfer Straße an der Reihe. Willms: „Wir haben die Gebäude jetzt so vorbereitet, dass sie die nächsten drei Jahre genutzt werden können.“ Ein weiterer wichtiger Baustein im Umzugspuzzle ist die Martinschule in Tiefenbroich.

Die Kosten für den Neubau sind auf 26,5 Millionen Euro begrenzt. Die Anmietung für zusätzliche Ausweichflächen wird auf rund 400 000 Euro veranschlagt.

Im Sommer sollen als erstes die Schadstoffe aus dem Rathausgebäude entfernt werden: PCB und verbauter Asbest. Dafür werden verschiedene Arbeitsbereiche mit Durchgangsschleusen eingerichtet.

Der eigentliche Abriss ist erst für Anfang 2014 vorgesehen. Noch nicht entschieden ist, ob das Gebäude von der Minoritenstraße her oder von der Rückseite abgebrochen wird – beides wäre technisch möglich.

In der Ratssitzung im März muss der Baubeschluss gefasst werden, um den engen Zeitplan noch einhalten zu können.

Noch sind auf einer Teilfläche Asylbewerber untergebracht, weil auf dem Gelände Am Gratenpoet die Containeranlage erneuert wird. Durch das Winterwetter sei man zwei Wochen in Verzug, im April werde aber die Martinschule frei sein und könne dann auch ans Datennetz angebunden werden.

Das Bürgerbüro wird während der Bauzeit ins Erdgeschoss des Medienzentrums verlagert, das Lesecafé bleibt aber bestehen (wir berichteten). „Wir müssen alle etwas zusammenrücken“, sagte Willms.

Die Stadt muss Büroflächen von rund 1500 Quadratmetern anmieten

Ausschuss- und Ratssitzungen sollen ins Freizeithaus am Berliner Platz verlegt werden. Zurzeit wird geprüft, dort die Mikrofon- und Abstimmungsanlage aus dem Ratssaal zu installieren. Die Fraktionsbüros könnten ebenfalls in die Martinschule verlegt werden, wobei laut Willms einige Fraktionen ihre Parteibüros nutzen wollen und keinen extra Raum benötigen.

Die Tourist-Info zieht schräg gegenüber in das „gläserne Büro“ an der Einfahrt zum Martin-Luther-Hof um, auch das Kulturamt werde die Straßenseite wechseln und ins Haus Minoritenstraße 5 einziehen. Noch nicht verraten wollte Willms, wo während der Neubauphase der Bürgermeister sein Büro und den Mitarbeiterstab hat. „Er wird in einem Mietobjekt einziehen.“ Denn trotz allem muss die Stadt rund 1500 Quadratmeter Bürofläche anmieten.

Der Personalrat ist bei allen Planungen und Vorgesprächen beteiligt. „Wir achten darauf, dass die Belange der Kollegen ausreichend berücksichtigt werden und sich deren Arbeitsbedingungen nicht verschlechtern“, sagte Vorsitzende Gesche Hansmeier. Problematisch seien oft jene Fälle, wo die Raumverteilung geplant und dabei nicht berücksichtigt werde, dass auch behinderte Kollegen betroffen sind. „Wir haben aber bisher immer Kompromisse gefunden.“

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