Riesenstimmung herrschte bei der Prinzenkürung in der Dumeklemmerhalle – und die Tollitäten Alexander I. und Gaby III. sorgen für Aufbruchstimmung.

Wer wie Prinz Alexander I. und Prinzessin Gaby III. ein richtiger Dumeklemmer Narr ist, lässt sich nicht unterkriegen und feiert auch ohne Schirmherrn mit den Jecken der Stadt ordentlich Karneval.
Wer wie Prinz Alexander I. und Prinzessin Gaby III. ein richtiger Dumeklemmer Narr ist, lässt sich nicht unterkriegen und feiert auch ohne Schirmherrn mit den Jecken der Stadt ordentlich Karneval.

Wer wie Prinz Alexander I. und Prinzessin Gaby III. ein richtiger Dumeklemmer Narr ist, lässt sich nicht unterkriegen und feiert auch ohne Schirmherrn mit den Jecken der Stadt ordentlich Karneval.

Stefan Fries

Wer wie Prinz Alexander I. und Prinzessin Gaby III. ein richtiger Dumeklemmer Narr ist, lässt sich nicht unterkriegen und feiert auch ohne Schirmherrn mit den Jecken der Stadt ordentlich Karneval.

Ratingen. „Prinzenproklamation „Jeck jebore!“ lautet das Motto der diesjährigen Session. Also: Dem Karneval verfallen, das Feiern und Schunkeln schon mit der Muttermilch eingesogen und ein Jeck aus tiefstem Herzen. Das wollen sie sein, die neuen Tollitäten – trotz oder wegen ihres jungen Alters.

„Der Spaß an der Freud ist entscheidend, nicht das Alter.“

Prinz Alexander I. und Prinzessin Gaby III.

Ein Hauch von Aufbruchstimmung lag in der Luft bei der Prinzenproklamation des Ratinger Karnevalausschusses in der Dumeklemmerhalle. Kein Schirmherr? „Das tut der Freude keinen Abbruch“, sagt Bürgermeister Harald Birkenkamp.

Kein Geld? Zu junge Tollitäten? Da mag der ein oder andere Narr Vorurteile haben. Doch Prinz Alexander (26 Jahre) und Prinzessin Gaby III (28 Jahre alt) nahmen in ihrer Rede gleich den Miesepetern den Wind aus den Segeln: „Der Spaß an der Freud ist entscheidend, nicht das Alter!“ Ein Hauch von Trotz, ein Hauch von Aufbruch und ein Hauch von „Jetzt erst recht“ – und das tut dem Ratinger Karneval durchaus gut.

Ein frischer Wind wehte durch die Dumeklemmer Halle. Die Menschen waren gespannt – und bereit zu feiern, als sei es das letzte Mal. Dementsprechend war die Stimmung im ausverkauftem Saal. Sanne Fendrich: „Seit Jahren passiert hier immer das Gleiche – dieses Jahr wurden wir mal rausgerissen aus dem alten Trott. Die Tatsache, dass alles so ein bisschen problematisch anlief, hat mir noch einmal so richtig gezeigt, wie viel mir an unserem Karneval liegt.“

Das Publikum verlor fast vor Begeisterung fast die Kontrolle

Schon „Eisbrecher“ Schmitz Backes stieß auf ein feierwilliges Publikum, das nicht nur auf Zuruf im Chor „unglaublich“ schrie, als der Zauberer Stahlringe miteinander verflochten hatte, sondern zeitweise schon ein wenig außer Kontrolle geriet.

Erstmals seit vielen Jahren gibt es im Ratinger Karneval dieses Jahr keinen Schirmherren. Dadurch muss das Komitee mit finanziellen sowie organisatorischen Hürden fertig werden. Weitere Prorgammpunkte des Abends waren: Der Römer (Bauchredner), Christian Pape (Comedy/Gesang) und die Fidelen Sandhasen Oberlar

Auch die Musikband „6 Richtije“ brachte den Saal schnell zum Schunkeln und die Leute auf die Beine. Und als dann endlich Pritsche, Kette und Feder überreicht wurden (und der Bürgermeister zum Bützen ermahnt werden musste), kannte der Jubel kein Ende mehr.

Ein glücklicher Prinz und eine wunderschöne, strahlende Prinzessin schlugen die Menschen mit ihrer natürlichen Art und ihrem Sinn für Humor schnell in ihren Bann. Prinz Alexander (amtierender Schützenkönig der St. Sebastianus Brüderschaft): „Wer es schafft, nach König noch Prinz zu werden, stellt sicher, sich selber zu beerben!“

Dass sich vor lauter Aufregung und Begeisterung der eine oder andere Verhaspler einschlich, nahm das royale Paar mit Humor – und dass die Adjutanten den übereifrigen Prinzen immer wieder vom Umblättern der Seiten abhalten mussten, erheiterte vor allem das Publikum.

Werner Raschke: „Das ist unser Prinz – so ein Handwerker packt eben lieber selbst an, als sich bedienen zu lassen!“

Viele Überraschungen warteten noch auf Prinzenpaar und Publikum, unter anderem trat die Tanzgarde Unterbach für die Prinzessin auf, und die Gäste durften sich über Büttenreden, Travestieshow und Musik freuen. Eins wurde auf alle Fälle klar: Der Ratinger Karneval lebt. Und auch, wenn das Motto diese Session lautet „Jeck jebore“, so hat sich als internes Motto vor allem auch bei den Feiernden längst ein anderes herauskristallisiert: „Jetzt erst recht!“

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