Der 23-jährige Ratinger gehört zu den Schiedsrichter- Hoffnungen des Fußballverbands Niederrhein.

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Die Karten lässt der Ratinger Pascal Dey am liebsten in der Tasche.

Die Karten lässt der Ratinger Pascal Dey am liebsten in der Tasche.

Rüdiger Zinsel

Die Karten lässt der Ratinger Pascal Dey am liebsten in der Tasche.

Homberg. Ein Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem VfL Bochum hat Pascal Dey bereits geleitet. Auch wenn es sich dabei erst einmal um ein Match der höchsten Spielklasse für B-Junioren gehandelt hat, war diese Aufgabe für den 23-jährigen Ratinger ein weiterer wichtiger Schritt auf der Karriereleiter: Denn seit gut vier Jahren konzentriert sich der ambitionierte Jung-Schiedsrichter – neben seinem Studium der Politikwissenschaft – ganz auf den Job an der Pfeife.

„Die Schiedsrichterei war ein Hobby für mich. Mit den ersten Aufstiegen kam dann der Ehrgeiz.“

Pascal Dey

Der Ratinger begann seine Laufbahn beim TuS Homberg, als junger Kicker. „Ich war beim TuS als Defensivspieler am Ball, aber als Schiedsrichter habe ich größere Erfolgschancen“, sagt der Ratinger, der heute für den TuS pfeift und sich dort als Trainer der F2-Spieler engagiert.

Sein erster Einsatz als Schiedsrichter war 2003

Pascal Dey gehört zu den Schiedsrichter-Hoffnungen des Fußballverbands Niederrhein. „Ich hatte 2003 meinen ersten Einsatz als Schiedsrichter. Zuvor hatte ich dank der Überredungskünste meines Freundes Maximilian Stahl, mit dem ich zusammen gespielt habe und der selbst gerade Schiedsrichter geworden war, an der Ausbildung zum Unparteiischen teilgenommen“, erinnert sich der Politik-Student, der an der Uni Duisburg/Essen im fünften Semester ist.

Spiele der A- und B-Jugend-Bundesliga

Heute hat er es als Nachwuchs-Referee bereits in die Niederrheinliga geschafft. „Neben Spielen der A- und B-Jugend-Bundesliga war ich bei drei Junioren-Länderspielen im Einsatz, habe zum Beispiel eine U16-Partie der DFB-Auswahl gegen Russland geleitet“, erzählt er: „Anfangs war die Schiedsrichterei für mich ein Hobby.

Mit den ersten Aufstiegen kam dann aber auch der Ehrgeiz. Nun investiere ich viel Zeit, um mich weiter zu entwickeln.“ Mehrere Jogging-Einheiten pro Woche, regelmäßiges Schwimmen und die zu leitenden Liga-Spiele bilden das Pensum des Jung-Referees.

Der Schiedsrichter leitet das Fußballspiel und verschafft den Fußballregeln Geltung. Hierfür kann der Schiedsrichter Spielstrafen und Disziplinarstrafen verhängen. Die Disziplinarstrafen können sich gegen Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselte Spieler richten und können mit Betreten des Spielfeldes durch den Schiedsrichter zur Aufnahme des Spiels bis zum Verlassen des Platzes nach Spielende erteilt werden.

Die Pfeife sowie die Gelbe und Rote Karte gehören zur Grundausstattung eines Schiedsrichters.

Die hoffnungsvollsten Schiedsrichter werden bei ihren Einsätzen beobachtet und bewertet, sie können in eine höhere Liga auf- oder in die niedrigere absteigen – genauso wie die Teams. Bei der Formulierung seiner Ziele bleibt Dey vorsichtig: „Je höher man pfeift, um so schwieriger ist es, weiter aufzusteigen.“

Ein konkretes Vorbild nennt Pascal Dey nicht. „Wenn man sich als Schiedsrichter zu sehr an einem Vorbild orientiert, wirkt man nicht mehr authentisch. Es ist besser, wenn ich mir bei höherklassigen Schiedsrichtern positive Merkmale, die zu mir passen, abschaue“, sagt er.

Pascal Dey wird als talentiert und ehrgeizig bezeichnet

Mit seiner Einstellung und bisherigen Entwicklung trifft Dey auf Zustimmung bei den „Größen“ der Zunft: „Pascal ist ein besonders talentierter und sehr ehrgeiziger Schiedsrichter“, sagt der Ex-Bundesligareferee und heutige Schiedsrichterobmann im Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband, Hans-Jürgen Weber. Pascal Dey: „Die Schiedsrichterei bringt einen auch abseits des Fußballplatzes weiter. Man entwickelt seine gesamte Persönlichkeit weiter.“

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