Bewegung bei den Grundschulen: Teerstegen- und Martinschule werden zusammengelegt.

Bildung
An dem katholischen Teilstandort der Paul-Maar-Schule (rechts), der ehemaligen Martinschule, haben sich für das kommende Schuljahr nur 14 Kinder angemeldet – vier zu wenig. Die Schulverwaltung plant die Zusammenlegung mit der ehemaligen Tersteegen-Schule (links).

An dem katholischen Teilstandort der Paul-Maar-Schule (rechts), der ehemaligen Martinschule, haben sich für das kommende Schuljahr nur 14 Kinder angemeldet – vier zu wenig. Die Schulverwaltung plant die Zusammenlegung mit der ehemaligen Tersteegen-Schule (links).

An dem katholischen Teilstandort der Paul-Maar-Schule (rechts), der ehemaligen Martinschule, haben sich für das kommende Schuljahr nur 14 Kinder angemeldet – vier zu wenig. Die Schulverwaltung plant die Zusammenlegung mit der ehemaligen Tersteegen-Schule (links).

Stefan Fries, Bild 1 von 2

An dem katholischen Teilstandort der Paul-Maar-Schule (rechts), der ehemaligen Martinschule, haben sich für das kommende Schuljahr nur 14 Kinder angemeldet – vier zu wenig. Die Schulverwaltung plant die Zusammenlegung mit der ehemaligen Tersteegen-Schule (links).

Tiefenbroich. In der ehemaligen Martinschule an der Sohlstättenstraße macht man sich große Sorgen. Sorgen um die Zukunft des ziegelroten Backsteinbaus. Denn erstmals ist das eingetreten, was Schulleiter fürchten wie der Teufel das Weihwasser: An dem katholischen Teilstandort der Paul-Maar-Schule, wie sie neuerdings heißt, gibt es zu wenig Anmeldungen neuer Schüler.

Nur 14 Erstklässler sind für das kommende Schuljahr angemeldet

Nur 14 Erstklässler wollen ab Sommer in der Martinschule Lesen und Schreiben lernen – zu wenig, um eine Eingangsklasse zu bilden. Die Schulaufsicht sieht 18 Kinder als Mindestklassenstärke vor.

Die Ratinger Schulverwaltung plant jetzt, die frühere Martinschule mit der ehemaligen Tersteegen-Schule am Standort Am Söttgen zusammenzulegen. „Darüber wurde schon nachgedacht, bevor wir die aktuellen Anmeldezahlen hatten“, sagte Schuldezernent Rolf Steuwe auf Anfrage unserer Zeitung. Die Zusammenlegung könnte bereits zum nächsten Schuljahr erfolgen.

In drei Jahren ist Schluss mit der Martinschule

Am Hauptstandort des Schulverbundes gebe es noch Platzreserven. Für die Unterbringung der Ogata (Offenen Ganztagsschule) „stricken wir noch an einem Raumkonzept“, sagte Steuwe. Am Schicksal der ehemaligen Martinschule ändert sich dadurch aber nichts: Keine neue Eingangsklasse bedeutet Selbstauflösung. Das heißt, dass die jetzt bestehenden zweiten, dritten und vierten Klassen weitergeführt werden, bis alle Schüler die Grundschule verlassen haben. In drei Jahren ist dann also Schluss. Steuwe: „Die Eltern wurden bereits unterrichtet.“

Bis dahin werde der katholische Teilstandort seine Eigenständigkeit im Schulverbund auch behalten – unabhängig von einer räumlichen Zusammenlegung. Die Fusion am Hauptstandort böte pädagogische und praktische Vorteile: kürzere Wege, flexiblere Raumverteilung.

Hinsichtlich der Anmeldezahlen ist zwar auch die ehemalige Tersteegenschule nicht auf Rosen gebettet. Mit 24 Kindern lässt sich aber eine solide Eingangsklasse bilden. Insgesamt werden im Sommer 38  Erstklässler in Tiefenbroich eingeschult – genug für zwei Klassen à 19 Schüler.

Über die künftige Verwendung der alten Martinschule wird in der Verwaltung auch schon rege nachgedacht. „Dort könnten Angeboten der Musikschule und Volkshochschule stattfinden“, sagte Steuwe. Es gebe auch Gedankenspiele, den Seniorentreff vom Standort Am Söttgen zur Sohlstättenstraße zu verlegen.

„Wir berechnen noch Raumkonzept und Kosten“, so Steuwe, deshalb sei es noch zu früh für konkrete Aussagen. Intern kursieren Summen für Umbau und Umzug in Höhe von 300 000 Euro.

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