Werke österreichischer Künstler werden im Museum der Stadt Ratingen ausgestellt.

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„Großartig“ – Kuratorin und Kunsthistorikerin Luise Otten gerät beim Betrachten der Werke von „Impulse aus Österrreich“ ins Schwärmen.

„Großartig“ – Kuratorin und Kunsthistorikerin Luise Otten gerät beim Betrachten der Werke von „Impulse aus Österrreich“ ins Schwärmen.

Stefan Fries

„Großartig“ – Kuratorin und Kunsthistorikerin Luise Otten gerät beim Betrachten der Werke von „Impulse aus Österrreich“ ins Schwärmen.

Ratingen. Mehr als 100 Exponate sollen ab Sonntag Kunstfreunde aus Ratingen und Umgebung begeistern. Noch lehnen die meisten „Impulse aus Österreich“ an den grauen Wänden des Museums der Stadt, die Infotafeln liegen auf einem Tisch bereit.

Mit Wasserwaage und weißen Handschuhen bringt ein Mitarbeiter die Werke auf den Zentimeter genau in eine exakt erdachte Position. Für diese ist Marie-Luise Otten zuständig, Kunsthistorikerin und Kuratrorin der Ausstellung „Schlaglichter II – Impulse aus Österreich“. Von Attersee bis Zogmayer lauten die Namen der Künstler, deren Werke Otten mit den Besuchern teilen will.

Die Schau ist die Fortsetzung der ersten Schlaglichter-Ausstellung, die unter anderem Stücke von Joseph Beuys, Andy Warhol oder Cy Twombly gezeigt hat und am vergangenen Sonntag zu Ende gegangen ist. Dieser zweiten Teil ist österreichischen Künstlern wie Christian Ludwig Attersee, Werner Barfus oder Leo Zogmayer gewidmet.

Erstmalig ist der gesamte Zyklus zu sehen

„Österreich ist hochinteressant, weil es zentral liegt und doch eine Randstellung hat – das hat das Problembewusstsein der Künstler geschärft“, sagt Marie-Luise Otten. Ihr Favorit ist das Blatt „Erde“ des Zyklusses „Die vier Jahreszeiten“ von Zogmayer. „Aber auch der Medea-Zyklus ist großartig“, sagt sie schwärmend. Der stellvertretende Leiter des Museums, Klaus Thelen, ergänzt: „Das ist das erste Mal, dass der gesamte Zyklus zu sehen ist.“

Für Oktober ist eine dritte und letzte „Schlaglichter“-Schau geplant. „Diese soll dann die Werke noch einmal in einem anderen Licht zeigen“, sagt Otten. Die Ausstellungen bilden den Arbeitsprozess auf dem Weg zu einem wissenschaftlichen Bestandskatalog ab, in dem die rund 500 Werke aus der Kunstsammlung des Museums der Stadt aufgeführt werden. Otten: „Der Katalog wird pünktlich zur Ausstellung im Oktober fertiggestellt und käuflich zu erwerben sein.“

Die „Schlaglichter II“ werden am Sonntag um 11.30 Uhr eröffnet und sind bis zum 27. Februar dienstags bis freitags von 13 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr im Museum der Stadt am Peter-Brüning-Platz 1 zu sehen.

Für junge Besucher gibt es ein kostenloses Schul- und Kindergartenprogramm, das sich mit dem Weg zum Bild oder Tiermotiven beschäftigt. Nähere Informationen und Anmeldung im Museum unter Telefon 02102/ 55 041 801.

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