Beim Blitzmarathon ermahnten Kinder am Donnerstag im Kreis Mettmann Autofahrer, die zu schnell fuhren.

Kinder der Eduard-Dietrich-Schule in Ratingen-Lintorf verteilten gestern rote und grüne Karten an die Autofahrer. Wie sie waren am Donnerstag viele andere Grundschulkinder aus dem Kreis Mettmann an der Blitzaktion beteiligt.
Kinder der Eduard-Dietrich-Schule in Ratingen-Lintorf verteilten gestern rote und grüne Karten an die Autofahrer. Wie sie waren am Donnerstag viele andere Grundschulkinder aus dem Kreis Mettmann an der Blitzaktion beteiligt.

Kinder der Eduard-Dietrich-Schule in Ratingen-Lintorf verteilten gestern rote und grüne Karten an die Autofahrer. Wie sie waren am Donnerstag viele andere Grundschulkinder aus dem Kreis Mettmann an der Blitzaktion beteiligt.

Achim Blazy

Kinder der Eduard-Dietrich-Schule in Ratingen-Lintorf verteilten gestern rote und grüne Karten an die Autofahrer. Wie sie waren am Donnerstag viele andere Grundschulkinder aus dem Kreis Mettmann an der Blitzaktion beteiligt.

Ratingen. Edith Winter, die Leiterin der Eduard-Dietrich-Schule in Lintorf, muss sich beim Thema Verkehr keine Sorgen um die Konzentration machen. Da sind ihre Schulkinder mit ganz viel Eifer dabei, denn die Gefahren vor der eigenen Schule auf der Duisburger Straße sind allgegenwärtig – und sorgen immer wieder für Gesprächsstoff – wie an vielen Schulen im Kreis Mettmann.

Aktion zur Sicherheit von Schulkindern

Tempo 30 herrscht dort, doch nur wenige Verkehrsteilnehmer halten sich penibel an diese Geschwindigkeitsbegrenzung. So auch gestern beim Blitzmarathon, der nicht ohne Grund vor dieser Schule organisiert wurde.

Schüler hatten grüne und rote Karten vorbereitet – sozusagen eine farbige Mischung aus Lob und Tadel. Für die Kinder ist es wichtig, dass man sich mit ihren Sorgen auseinandersetzt. Und sie haben an diesem Vormittag die Gelegenheit, Raser nachdrücklich zu ermahnen. Dabei geht in erster Linie um die Sicherheit der Schüler. Schon nach wenigen Minuten wird eine Frau ertappt. Sie ist mit elf Stundenkilometern – abzüglich der Toleranz – zu schnell unterwegs.

Auch Eltern fahren zu schnell an den Schulen

Bezirksbeamter Jörg Bach, der normalerweise in Hösel arbeitet, verlangt 25 Euro. Für Bach sind Raser vor Schulen ein eigenes Thema. Er hat den Trend ausgemacht, dass „immer aggressiver gefahren wird“. Was ihn ärgert, ist das mitunter sehr ausgeprägte rücksichtslose Fahren der Eltern, die ihre Kinder auf den Schulhof kutschieren und dadurch für gefährliche Situationen sorgen. Schulleiterin Winter hat ähnliche Sorgen, jetzt will man – auch mit Hilfe eines Konzeptes – den Schulweg sicherer machen. Zurück zum Blitzmaration: Da stehen die Grundschüler artig in einer Reihe und warten auf die nächsten Autofahrer, die mit Hilfe der Laserpistole herausgefischt werden sollen.

Autofahrer zeigen sich oft einsichtig

Fazit nach der Kontrollaktion: Ertappte geben sich einsichtig, bemühen keiner faulen Ausreden. Silvio hat eine rote Karte gezeigt. „Pass bitte auf“ – so lautet die Ermahnung. Polizistin Katja Lindemann hat den Kindern erklärt, worauf sie achten müssen – und warum die Polizei ausgerechnet auf der Duisburger Straße steht. Alina hält eine grüne Karte hoch. „Super Tempo“ – so lautet das Lob. Ein Autofahrer ruft den Polizisten noch zu, dass man doch mal am Nachmittag oder abends kontrollieren sollte. Die Straße verleite durch den Flüsterasphalt zum Rasen. Bach und Lindemann greifen dies gerne auf. Doch ihr Blick verrät ihren Gedanken: Wir können nicht überall sein!

Hier blitzen Kreispolizei und der Kreis Mettmann in der kommenden Woche.

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