Am Regenrückhaltebecken Dechenstraße war ein Schieber abgerissen. Die Feuerwehr war in der Nacht im Großeinsatz.

Rechts im Bild: Die Überschwemmung bei Lothar Rauth am Neunerweg. Karin Rauth hat alles, was sie trocken aus Sitzbänken im Keller ihres Hauses bergen konnte, sicher in Tüten verstaut.
Rechts im Bild: Die Überschwemmung bei Lothar Rauth am Neunerweg. Karin Rauth hat alles, was sie trocken aus Sitzbänken im Keller ihres Hauses bergen konnte, sicher in Tüten verstaut.

Rechts im Bild: Die Überschwemmung bei Lothar Rauth am Neunerweg. Karin Rauth hat alles, was sie trocken aus Sitzbänken im Keller ihres Hauses bergen konnte, sicher in Tüten verstaut.

Rechts im Bild: Die Überschwemmung bei Lothar Rauth am Neunerweg. Karin Rauth hat alles, was sie trocken aus Sitzbänken im Keller ihres Hauses bergen konnte, sicher in Tüten verstaut.

D. Janicki/Red, Bild 1 von 2

Rechts im Bild: Die Überschwemmung bei Lothar Rauth am Neunerweg. Karin Rauth hat alles, was sie trocken aus Sitzbänken im Keller ihres Hauses bergen konnte, sicher in Tüten verstaut.

Ratingen West. Gegen 23 Uhr war am Donnerstag für Lothar Rauth am Neunerweg in Eckamp die Nacht schon wieder zu Ende: Nachbar Björn Hartmann klingelte bei ihm und warnte vor einer Überschwemmung. „Bei mir schlagen die Pumpen an“, habe er gewarnt. Und tatsächlich, auch bei Rauth war bereits der Keller vollgelaufen: „Etwa zehn bis 20 Zentimeter.“ Schnell war klar: Im Bereich Eckamp, Felderhof, Seeufer bis hin zum Wendehammer Scheifenkamp standen die Keller unter Wasser. Ursache war eine Panne am Regenrückhaltebecken Dechenstraße.

„Wir mussten zunächst mit Eimern das Wasser rausholen.“

Björn Hartmann, Anwohner

Vollgelaufene Keller sind am Neunerweg nichts Neues. Hartmann hat im Revisionsschacht, der immer als Erstes volläuft, wenn’s von draußen reindrückt, einen akustischen Alarm installiert. Der ging auch am Donnerstagabend los. „Wir haben Glück gehabt.“ Die Pumpe habe das stinkende Wasser zunächst im Zaum halten können. Sofort ist er dann zum Nachbarn rübergelaufen. Auf der Straße stand vor einem anderen Haus eine private Rohrreinigungsfirma: Der Regewasserkanal sei frei, aber der Abwasserkanal sei verstopft gewesen, hieß es. Auch die Feuerwehr war im Großeinsatz, konnte jedoch mit den schweren Tauchpumpen gegen die meist sehr niedrigen Wasserstände in den Klelern nicht viel ausrichten: Sie benötigen eine gewisse Eintauchtiefe, um arbeiten zu können.

Die war dann aber auch bei Hartmann am frühen Morgen gegeben: „Unsere Pumpe schaffte es nicht mehr, wir mussten zunächst mit Eimern das Wasser rausholen. Die Feuerwehr hat uns dann mit ihren Pumpen gerettet.“ Die Feuerwehr habe in dieser Nacht überhaupt „ein ganz tollen Job gemacht“, betonte Hartmann.

Vollgelaufene Keller sind in diesem Bereich in Eckamp keine Neuheit: Schon etwa vor eineinhalb Jahren, so erinnern sich Rauth und Hartmann, habe es nach einem heftigen Starkregen Überflutungen gegeben. Seitdem ist man gewappnet. „Normalerweise gehe ich in den Keller und lege diverse Hebel um, wenn Starkregen angekündigt ist“, sagte Rauth. Diesmal sei man nicht von Starkregen ausgegangen, so viel habe es ja tatsächlich auch gar nicht geregnet.

Peter Sand wohnt ebenfalls am Neunerweg: „Gegen 21 Uhr gab es einen nicht nennenswerten Regen über Ratingen. Trotzdem hatten viele Anlieger im Bereich Eckamp mit überfluteten Kellern zu kämpfen. Einige kamen nur mit eindringendem Wasser in den Revisionsschacht davon.“ Anderen sei der Keller vollgelaufen: „Da kann doch was nicht stimmen, oder?“ Was also war schiefgelaufen in die Nacht? Dazu Werner Kabacinksi vom Amt für Komunale Dienste: „Unsere 24-Stunden-Rufbereitschaft wurde um 23.12 Uhr von den Stadtwerken alarmiert. Dort hatten Anwohner der Bachstraße einen vollgelaufenen Keller gemeldet.“ Zwei Mitarbeiter seien daraufhin ausgerückt und hätten einen vollgelaufenen Mischwasserkanal entdeckt.

Bei der Suche nach der Ursache sei man auf einen abgerissenen Schieber vor der Pumpstation an der Dechenstraße gestoßen: „Dieser Schieber wird nur für Reinigungsarbeiten mit einer Gewindestange heruntergelassen.“ Durch einen Ermüdungsbruch eines Bolzens seit der Schieber heruntergefallen und habe das Wasser aufgestaut. Die Feuerwehr habe geholfen, den Schieber wieder zu fixieren. Noch habe man keinen Überblick über die Schäden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer