Für das große Wegweisungskonzept fehlt das Geld. Jetzt werden die Kreuzungen in der Innenstadt nach und nach neu beschildert.

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Die Kreuzung Bahnstraße/Wilhelmring ist bereits neu beschildert.

Die Kreuzung Bahnstraße/Wilhelmring ist bereits neu beschildert.

Fries

Die Kreuzung Bahnstraße/Wilhelmring ist bereits neu beschildert.

Ratingen. Als Tiger gesprungen, als Plüschkatze gelandet: Das Beschilderungskonzept steht unter einem ungünstigen Stern. Seit Jahren wird debattiert und mit Gutachten untersucht, wie die unzeitgemäße und oft auch unübersichtliche Wegweisung auf Ratingens Straße verbessert werden kann. Und als man sich letztlich ein brauchbares Konzept geeinigt hatte, war es viel zu teuer: 1,6 Millionen Euro würde es kosten, die Beschilderung auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt war das dann dem Stadtrat doch zu viel – er gab für die Jahre 2011 bis 2013 lediglich 450 000 Euro frei. Damit soll die Verwaltung jetzt etwas Vernünftiges zustande bringen.

Jede einzelne Kreuzung muss überprüft werden

Um mit dem knappen Geld auszukommen, will die jetzt die Einsparmöglichkeiten für jede einzelne Kreuzung prüfen. Der damit verbundene Zeit- und Arbeitsaufwand bremst natürlich die Umsetzung des Wegweisungskonzeptes deutlich. Und führt zu verwirrenden Ergebnissen: So wurden bereits überflüssige und beschädigte Schilder entfernt, ohne für Ersatz zu sorgen. Parallel dazu wurden der Bestand und die Umsetzungsmöglichkeiten für alle Kreuzungen des Innenstadtrings erfasst.

Erst wird die Innenstadt neu beschildert, dann die Stadtteile

Denn die Wegweiser des innerstädtischen Verkehrsringes sollen prinzipiell zuerst erneuert werden, dann sollen nach und nach in Gruppen die Verkehrsknotenpunkte zunächst in Ratingen-Mitte, dann in den einzelnen Stadtteilen, neu beschildert werden.

Um die Kosten zu drücken, sollen die Schilder – anders als im ursprünglichen Konzept vorgesehen – an den vorhandenen Masten angebracht werden. Das macht allerdings zum einen eine statische Prüfung erforderlich, zum anderen müssen die im Gutachten vorgesehenen großflächigen Schilder in einzelne kleine Schilder aufgeteilt werden: Viele Masten würden das höhere Gewicht der großen Schilder und den höheren Winddruck nicht verkraften.

Als Referenzkreuzungen für eine Neubeschilderung ohne neue Masten wurden die Kreuzungen Wilhelmring/Bahnstraße und Röntgenring/Freiligrathring/Poststraße gewählt. An der Kreuzung Röntgenring/Industriestraße/Europaring sollen neue Schilder an neuen Masten angebracht werden. Die Erkenntnisse aus diesen drei Referenzkreuzungen sollen dann in die Umsetzung weiterer Beschilderungen einfließen. Wie das zuständige Ordnungsamt in einer aktuellen Drucksache feststellt, könnten die endgültigen Kosten erst seriös geschätzt werden, wenn die statischen Prüfungen abgeschlossen sind. Es dürfte aber erheblich günstiger sein.

Angesichts der Größe des Ratinger Innenstadtbereiches wird ein dynamisches Parkleitsystem als entbehrlich angesehen. Der Nutzen sei in keinem Verhältnis zu den Kosten. Am Außenring soll es Hinweise aufs „Zentrum“ geben, im Innenstadtbereich eine differenzierte Wegweisung zu den Parkmöglichkeiten.

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