Auf dem Marktplatz gibt es an Altweiber erstmals Tische mit Glaseinwurf.

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Feiern, aber bitte ohne Exzesse. Das wünscht sich der Jugendrat von der Kult-Party am Marktplatz.

Feiern, aber bitte ohne Exzesse. Das wünscht sich der Jugendrat von der Kult-Party am Marktplatz.

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Feiern, aber bitte ohne Exzesse. Das wünscht sich der Jugendrat von der Kult-Party am Marktplatz.

Ratingen. Da simmer dabei: Weit mehr als 1400 Jugendliche haben via Facebook schon ihr Kommen zur Kult-Party an Altweiber auf dem Marktplatz zugesagt. Und rund 1900 Eintrittskarten sind bereits für die anschließende große Disco in der Dumeklemmerhalle verkauft worden. Die Beliebtheit dieser beiden Veranstaltungen ist ungebrochen, die Besucherzahlen könnten neue Rekorde brechen. Damit ausgelassen, aber ohne Exzesse gefeiert werden kann, hat sich der städtische Jugendrat mächtig ins Zeug gelegt. Mit Ordnungsamt, Jugendamt, Sicherheitsdienst und Polizei wurde weiter am Konzept gefeilt, einige Neuerungen wurden eingeführt.

Elternbriefe und Flyer rufen zum verantwortungsvollen Handeln auf

Die größte Sorge bereitet dem Jugendrat das Problem mit den Scherben. Nachdem sich im vergangenen Jahr Feiernde im Scherbenteppich verletzt hatten, forderte die Politik ein Glasverbot. „Wir haben uns für euch eingesetzt und dieses abwenden können, indem wir sie davon überzeugt haben, dass wir auch ohne ein solches Verbot die Glasscherben vermeiden können“, teilt der Jugendrat in einem Flyer mit, der am Innenstadt-Gymnasium verteilt wurde.

Zugleich wurde über soziale Netzwerke und an mehreren Schulen ein Aufruf gestartet, verantwortungsvoll mit Glasflaschen umzugehen oder sie am besten gleich zu Hause zu lassen. Über die Schulen sind in diesen Tagen bereits Elternbriefe und Infoblätter zum Thema „Alkohol und Jugendliche“ verteilt worden.

Große Hoffnung zur Vermeidung des Scherbenteppichs setzt der Jugendrat auf die eigens für die Marktplatzparty konstruierten Stehtische. Sie bestehen aus leeren Ölfässern, auf denen eine Tischplatte mit einer mittigen Öffnung befestigt wird. Dort hinein sollen die Feiernden ihren Abfall, besonders die Flaschen, werfen. Zehn Fässer wurden von der Firma Wunsch Öl gestiftet. Bis Dienstag wurden Füße angeschweißt, damit eine entsprechende Höhe erreicht wird.

Stadt bucht für Marktplatz und Stadthalle Sicherheitspersonal

„Wenn das gut funktioniert, holen wir im kommenden Jahr zehn weitere Fässer dazu“, sagt Michael Hansmeier, der im Jugendamt die Strippen in Sachen Altweiberkarneval zieht.

Die Rheinbahn setzt Sonderbusse für die sichere Heimreise der Jugendlichen ein. Um 23 und um 0.10 Uhr stehen Busse in der Haltebucht vor der Stadthalle und fahren nach West, Tiefenbroich, Lintorf, Breitscheid, Hösel, Eggerscheidt und Ratingen-Ost. Für Jugendliche, die nach Homberg wollen, fährt die Linie 771 an der Stadthalle um 22.48, 23.48 und um 0.48 Uhr los.

Das Jugendzentrum Lux, Turmstraße 5, lädt Kinder von sechs bis zehn Jahren zur Kinder-Karnevalsdisco ein. Um 11.11 Uhr beginnt die Party mit Musik und Spielaktionen. Der Eintritt ist frei. Getränke und Snacks gibt es zu günstigen Preisen.

Wegen der Schließung der Eissporthalle muss in diesem Jahr die Altweiber-Eisdisco ausfallen.

Die Marktplatzfete beginnt um 11.11 Uhr mit viel Musik und einem Bühnenprogramm. Der Jugendrat schenkt wieder Getränke aus: Alkoholfreies gibt es kostenfrei, Bier – für alle über 16 Jahre – kostet zwei Euro.

Um 14.14 Uhr geht es dann mit der Jugenddisco in der Stadthalle weiter. Mindestalter: 14 Jahre (Personalausweis mitbringen). Hansmeier will trotz der bereits verkauften 1900 Eintrittskarten eine Tageskasse einrichten. „Wenn am Abend die Jüngeren gehen, kommt oft noch ein weiterer Schub“, sagt er.

Alkoholfreie Getränke kosten 1,50 Euro, Bier 2,50 Euro. Hochprozentiges wird nicht ausgeschenkt. Gefeiert werden darf bis Mitternacht – auch die 14-Jährigen. Hansmeier: „Wir sind ein Träger der öffentlichen Jugendhilfe, deshalb geht das.“ Natürlich sorgen in und außerhalb der Halle Mitarbeiter des Jugendamtes und Sicherheitskräfte für Ordnung. 30 externe Sicherheitsleute hat die Stadt für Marktplatz und Stadthalle beauftragt.

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