Der Investor Interboden startet einen Internetblog zum Neubaugebiet Felderhof II: ein neues Forum für Einwände und Wünsche.

Der Lageplan des Felderhof-Projektes ist auf dem Blog ebenso einsehbar wie die jahrelange Vorgeschichte des Vorhabens.
Der Lageplan des Felderhof-Projektes ist auf dem Blog ebenso einsehbar wie die jahrelange Vorgeschichte des Vorhabens.

Der Lageplan des Felderhof-Projektes ist auf dem Blog ebenso einsehbar wie die jahrelange Vorgeschichte des Vorhabens.

Interboden

Der Lageplan des Felderhof-Projektes ist auf dem Blog ebenso einsehbar wie die jahrelange Vorgeschichte des Vorhabens.

Ratingen. Seit fünf Jahren wird über das Vorhaben „Felderhof II“ informiert, debattiert, begutachtet, angezweifelt, vorentschieden, umgeplant und abgewartet: Das letzte große Wohnbauprojekt auf Ratinger Stadtgebiet will einfach nicht so richtig voranjkommen. Seit fast genau einem Jahr tut sich in Sachen Felderhof gar nichts mehr.

Der Ratinger InDor, ein Tochterunternehmen von Interboden und Generalbau Dornieden aus Mönchengladbach, wollen jetzt wieder Schwung in die Projektentwicklung bringen – und gehen dabei ungewöhnliche Wege: Mit einem Internetblog, der am Freitag online ging, können Bürger, Nachbarn und Interessenten in einen Dialog eintreten und auch ihre Anregungen, Wünsche und Einwände zum Bebauungsplan einbringen.

Der Blog ist mit der Stadtverwaltung abgesprochen

„Das ist der große Vorteil der sozialen Medien: Dass nicht nur alle eingestellten Meinungen einsehbar und die Antworten nachlesbar sind, sondern dass man auch Wissen untereinander austauschen kann“, begründete Interboden-Geschäftsführer Reiner Götzen den Startschuss für den Blog. Natürlich könnten die Beiträge im Blog nicht persönliche Gespräche ersetzen, aber die Debatten werden besser nachvollziehbar.

Auslöser für die Einführung des Blogs, der übrigens mit der Stadtverwaltung abgesprochen ist, sei auch die ungebrochen hohe Nachfrage von Interessenten aus Ratingen und Düsseldorf nach bezahlbaren Eigenheimen und Wohnungen an diesem Standort.

Zeitgleich ging ein weiterer Blog online: „Wohnquartier Zukunft“. Hier können Interessierte mitteilen, wie sie sich Wohnen künftig vorstellen. Und schließlich will Interboden für die Nutzer bestehender Immobilien so genannte „Service Apps“ anbieten, mit denen man per Smartphone oder PC entweder Gästeappartments mieten oder Handwerker-Termine mitgeteilt bekommen kann.

Die fünfjährige Geschichte ist mit wenigen Klicks nachvollziehbar

Im Blog wird ein „respektabler Umgang“ gefordert. Nutzer müssen sich mit Name und Anschrift anmelden.
www.felderhofblog.de

 

Besonders hoch sind die Erwartungen jedoch beim Felderhof-Blog. Die Projektentwickler Helga Sander (Interboden) und Stefan Imhäuser (Dornieden) haben für den neuen Blog die Informationen und Fakten aufbereitet und gegliedert. Themenschwerpunkte sind bisher: Planungsstand, Boden, Erschließung und Schallimmissionen. Wer die bislang fünfjährige Geschichte des Felderhof-Projektes nicht ständig mitverfolgt hat, kann sich hier ein Bild über die Planungen, Fakten, Gutachten und Konzepte machen und Infos zu den Themen Altlasten, Verkehrsproblematik und Schallschutz bekommen.

Kommentare und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht

Götzen sieht einen weiteren Vorteil des Blogs darin, dass neue Fakten sukzessive ergänzt werden können. Außerdem gebe es kein schnelleres Medium für den Meinungsaustausch. Die Bürger seien über die Kommentarfunktion eingeladen, zu den Themen Fragen zu stellen, Anregungen zu geben oder Stellung zu beziehen. „Das ist eine umfassende Bürgerbeteiligung.“ Sie könne und werde natürlich nicht die „echte“, gesetzlich geregelte Beteiligung ersetzen.

Wie berichtet hat der Kreis als Aufsichtsbehörde die Sanierungsfrist für das Gelände um ein Jahr verlängert. Reiner Götzen: „Wir werden die beiden Altlasten ganz sicher sanieren. Allerdings erst, wenn das Projekt in trockenen Tüchern ist.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer