Aus Sicht der Sozialdemokraten braucht der Stadtteil ein vollwertiges Angebot für junge Leute.

Ratingen. Für die SPD Fraktion ist es nach eigenen Angaben ein sehr wichtiges Anliegen, die Jugendangebote in Homberg zu verbessern. Zu den Etatberatungen 2015 hatte die SPD Fraktion daher den Antrag gestellt, künftig das „Abend-Café“ im „Café du Nord“ jeden Freitag durchzuführen. „Der Rat folgte einstimmig diesem Antrag und stellte zusätzlich 7300 Euro für Honorarkosten zur Verfügung, obwohl sich die Verwaltung lange Zeit geweigert hatte, diesen Bedarf in Homberg anzuerkennen“, so Fraktionschef Christian Wiglow.

Café du Nord wird gut angenommen

Die Nachfrage nach diesem Angebot strafe aber aller Zweifler Lügen, wie man auch der lokalen Berichterstattung entnehmen könne: „Das Homberger Jugendangebot erfreut sich einer soliden, hohen Nachfrage und überzeugt auch dadurch, dass es gelingt, jugendliche Flüchtlinge anzusprechen.“

In diesem Zusammenhang weisen die Genossen immer gerne darauf hin, dass es die SPD gewesen sei, die vor vielen Jahren durchgesetzt habe, dass es das „Café du Nord“ überhaupt gibt. Während in Tiefenbroich ein ähnliches Angebot aus kirchlichem und städtischen Engagement in das städtische Jugendzentrum „Phönix“ überführt wurde, gebe es in Homberg immer noch nur das „Café du Nord“ und keine städtisches Jugendzentrum. Dabei sei die Lage von Homberg schon Grund, dort über ein „richtiges“ Jugendzentrum nachzudenken: „Bestehende Jugendeinrichtungen sind von Homberg nicht so einfach zu erreichen, wie von anderen Stadtteilen. Hinzu kommt die dauerhafte, hohe Nachfragesituation, wie sie sich in der Nutzung der bestehenden Angebote artikuliert.“

Aus Sicht der SPD sind dieses alles Gründe, für Homberg nunmehr den nächsten Schritt zu wagen und ein „richtiges“ Jugendzentrum zu fordern. Hierzu wurden auch bereits Prüfaufträge verabschiedet wie im September im Jugendhilfeausschuss (Prüfung Bedarf und Standort für ein eigenes Jugendzentrum). wol

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