Die Homberger waren am Samstag beim Ball der KG Homberer Feetz vor Begeisterung kaum zu bändigen.

Beim märchenhaften Karnevalsball durfte Schneewittchen mit ihren sieben Zwergen natürlich nicht fehlen. Sie und andere Gestalten aus bekannten Geschichten feierten mit der KG Homberger Feetz im Luthersaal.
Beim märchenhaften Karnevalsball durfte Schneewittchen mit ihren sieben Zwergen natürlich nicht fehlen. Sie und andere Gestalten aus bekannten Geschichten feierten mit der KG Homberger Feetz im Luthersaal.

Beim märchenhaften Karnevalsball durfte Schneewittchen mit ihren sieben Zwergen natürlich nicht fehlen. Sie und andere Gestalten aus bekannten Geschichten feierten mit der KG Homberger Feetz im Luthersaal.

Stefan Fries

Beim märchenhaften Karnevalsball durfte Schneewittchen mit ihren sieben Zwergen natürlich nicht fehlen. Sie und andere Gestalten aus bekannten Geschichten feierten mit der KG Homberger Feetz im Luthersaal.

Homberg. Gardesitzung, Funkensitzung, Karnevalssitzung – überall feiert das närrische Volk. Und wie jedes Jahr ragte Homberg aus dem grauen Einerlei der üblichen Sitzungen weit heraus. Das ging schon beim Namen los: „Karnevalsball“. Nichts mit Sitzung – bei den Homberger Feetz wird nicht gesessen. Da wird gefeiert. „Im Wappen tanzt das Bärchen, wir feiern wie im Märchen“ war das Motto der diesjährigen Veranstaltung.

Wenn Fliegenpilze mit Vampiren tanzen

Märchenhaft war nicht nur die Bühnendekoration, sondern auch die Kostüme und vor allem die Stimmung. Da tanzten Fliegenpilze mit Vampiren, wirbelte ein Froschkönig die sieben Zwerge herum, und die böse Hexe legte mit Schneewittchen einen Walzer aufs Parkett.

Natalie Körner, die als Gänseblümchen verkleidet war: „Das ist so irre hier – alle sind verkleidet, wirklich alle, und alle wollen auch wirklich Party machen. Die Stimmung ist schon einmalig!“ Bereits die Einstiegsband „Kölner Ratsbläser“ brachte das Publikum auf die Füße. Bei den klassischen Karnevalsliedern hielt es niemanden auf seinem Stuhl.

Nach der lautstark eingeforderten Zugabe trat Büttenredner Manni der Rocker auf die Bühne und sorgte für Lachstürme im Saal. Ein Zuschauer: „Das ist ja nun nicht so, als wenn man die meisten Pointen nicht schon mal irgendwann gehört hätte – aber er erzählt sie wirklich gut.“

Danach durfte das Publikum selber ran. Beim Homberger Karneval heißt es nämlich nicht „Der Ball ist rund“, sondern „Beim Ball geht’s rund“, und Platz zum Tanzen ist bekanntlich in der kleinsten Hütte. Zu zünftiger Discofoxmusik wirbelten die Paare zwischen den Tischreihen umher – Respekt an die Kellner, die es irgendwie trotzdem schafften, Tabletts mit vollen Altbiergläsern unfallfrei zwischen die schwofenden Menschen hindurch zu bugsieren.

Der Prinz wurde zum Schlagersänger

Tante Luise und Herr Kurt brachten Comedy Akrobatik im 1960er-Jahre Outfit auf die Bühne. Sie sind Gewinner des zweiten Lingener Kleinkunstwettbewerbs und haben den Publikumspreis des Open Flair Festivals in Bochum gewonnen.
 

Danach gab es Besuch von Freunden: Das Angermunder Prinzenpaar schaute mit kleiner Garde vorbei. Der Prinz erwies sich als talentierter Schlagersänger und hatte das Publikum binnen Sekunden wieder auf den Füßen. „Komm hol' das Lasso raus“ ertönte es. Die Garde überzeugte mit einem feurigen Showtanz, der die Zuschauer direkt nach Spanien brachte.

Nach einer Pause folgte der kabarettistische Höhepunkt des Abends mit der Comedy-Akrobatik Show „Circa 3“. Tante Luise und Herr Kurt betraten die Bühne wie ganz normale Büttenredner, und was sie dann veranstalteten, riss das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Da wurde aufeinander, umeinander und übereinander geklettert, so dass so manchem der Mund offen stehen blieb. Ein Zuschauer: „Das ist das wirklich Schwierige: Es so leicht aussehen zu lassen!“ Den Rest des Abends bestritten die Gesangsacts „Zwei Jestirn“ und „De 5 Fleje“, sowie die Star Sisters, die in heißen Sambakostümen mit genauso heißen Tänzen begeisterten. Das Publikum tanzte dann nicht mehr nur, sondern stand auf den Stühlen und war auch von der Bühne her kaum noch zu bändigen – eine Stimmung, wie sie sich manch Elferrat im eigenen Saal von Herzen wünscht. Gänseblümchen Natalie: „Ich weiß schon, warum ich so gerne hier feiere – und im nächsten Jahr bin ich garantiert wieder dabei.“

www.tanteluiseundherrkurt.de

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