Edzard Traumann, ehemaliger Beigeordneter, engagiert sich im Kulturkreis.

interview
Edzard Traumann will die Kulturarbeit in Hösel weiter stärken und voranbringen.

Edzard Traumann will die Kulturarbeit in Hösel weiter stärken und voranbringen.

Achim Blazy

Edzard Traumann will die Kulturarbeit in Hösel weiter stärken und voranbringen.

Ratingen. Als Pensionär haben Sie sich zuletzt für die Heinrich-Heine-Uni eingesetzt…

Edzard Traumann: Für die ich mich immer noch einsetze, nur nicht mehr als Geschäftsführer der Gesellschaft der Freunde und Förderer der HHU. Diese Aufgabe habe ich Ende vergangenen Jahres aufgegeben, weil ich nun fünf Enkel und eine neue Aufgabe im Höseler Kulturkreis habe.

Seit wann sind Sie Mitglied im Kulturkreis Hösel?

Traumann: Seit über 20 Jahren. In den Vorstand wurde ich auf der jüngsten Mitgliederversammlung im Februar gewählt.

Was reizt an einem Vorstandsamt?

Traumann: Nun ja, an dem Vorstandsamt im Höseler Kulturkreis reizt mich die Aufgabe, das kulturelle Angebot in Hösel in Zusammenarbeit mit dem Vorstand und dem Kuratorium zu stärken. Dabei kann ich meine Erfahrungen als Kulturdezernent in Ratingen nutzbar machen.

Was machen Sie im Vorstand genau, was sind Ihre Ziele?

Traumann: Im Vorstand kümmere ich mich vor allem um Veranstaltungen, die auch für jüngere Leute attraktiv sind. So wird am 14. November ein Abend im evangelischen Gemeindezentrum in Hösel stattfinden, an dem vier junge „Slammer“ persönliche Texte in einem poetry slam, ein dichterischer Wettbewerb, vortragen werden. Außerdem wird dann eine Studentin der Zahnmedizin aus Hösel singen. Das leitet über zu der Idee, dass der Kulturkreis Künstlern und Künstlerinnen, aber auch anderen Persönlichkeiten aus Hösel, ein Forum bieten soll. Eine engere Kooperation mit der Wilhelm-Busch-Schule ist bereits in die Wege geleitet. Ziel ist es, das kulturelle Angebot in Hösel zu erhalten und zu erweitern.

Rückblick aufs Jubiläum 800 Jahre Hösel: Was waren die Höhepunkte?

Traumann: Mein Rückblick auf das 800 Jahr-Jubiläum von Hösel fällt gemischt aus. Das Ziel, die Vereine in Hösel zusammen zu bringen, wurde leider nur in bescheidenem Umfang erreicht. Die Jubiläumswoche vom 30. Juni bis zum 8. Juli war aber ein Erfolg. Die Höhepunkte waren für mich der Ökumenische Gottesdienst, der Abend zum Thema „Heimat“ mit dem Staatssekretär Jan Heinisch, die Rehversteigerung sowie die Jazz-Matinee mit den Echoes of Swing.

In Hösel gibt es kaum Treffpunkte. Hat das Jubiläum ein wenig das Wir-Gefühl gestärkt?

Traumann: In Hösel gibt es schon zahlreiche Treffpunkte, vor allem in den Vereinen. Ich denke aber auch an das Jugendzentrum (JUZ) an der Bahnhofstraße neben der Tankstelle, die Gemeindehäuser der evangelischen und katholischen Kirche, oder die Geschwister Gerhard Stiftung mit vielen Veranstaltungen für Jung und Alt. Auch wir als Höseler Kulturkreis fördern immer mehr den persönlichen Gedankenaustausch bei unseren circa 50 Veranstaltungen im Jahr, meistens im Haus Oberschlesien (Oktogon) an der Bahnhofstraße. Ob das Jubiläum das Wir-Gefühl in Hösel gestärkt hat, wird sich zeigen. Auf jeden Fall hat es Impulse gesetzt und gezeigt, dass die Höseler durchaus gesellig sein können, vielleicht gerade keine „Feierbiester“ sind.

Wenn Sie für Hösel drei Wünsche hätten?

Traumann: Dann würde ich mir wünschen, dass das Vereinsleben in Hösel so bunt und vielfältig bleibt, der Fluglärm abnimmt, die S 6 regelmäßig und pünktlich fährt und der SV Hösel in die Bezirksliga aufsteigt.

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