Es gab eine Explosion in der Commerzbank an der Speestraße. Dank Hinweisen von Zeugen konnte die Polizei fünf Verdächtige fassen.

Nachdem der Geldautomat am frühen Morgen gesprengt worden war, sicherte die Polizei Spuren.
Nachdem der Geldautomat am frühen Morgen gesprengt worden war, sicherte die Polizei Spuren.

Nachdem der Geldautomat am frühen Morgen gesprengt worden war, sicherte die Polizei Spuren.

Achim Blazy

Nachdem der Geldautomat am frühen Morgen gesprengt worden war, sicherte die Polizei Spuren.

Ratingen. Erfolg für die Polizei: Aufgrund mehrerer Hinweise von Bürgern konnten Einsatzkräfte gestern insgesamt fünf Männer fassen, die in der Commerzbank-Filiale an der Speestraße in Lintorf die Sprengung eines Geldautomaten geplant und schließlich verübt haben sollen. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um Personen aus den Niederlanden. Sie sind zwischen 18 und 25 Jahre alt. Die Beute wurde sichergestellt.

Die Tatverdächtigen verschanzten sich in Garage am Allwetterbad

Was war genau passiert? Gegen 4.50 Uhr meldeten ein Sicherheitsunternehmen und Anwohner eine Explosion in der Bank. Mehrere maskierte Männer seien auf Motorrollern davongefahren. Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung ein, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war.

Wenig später ging bei der Polizei der nächste Zeugenhinweis ein: Eine Bürgerin hatte auf der Krummenweger Straße beobachtet, wie ein Motorroller beinahe gegen einen Fußgänger geprallt wäre. Der Rollerfahrer, begleitet von einer zweiten Maschine, fuhr davon. Der beteiligte Fußgänger blieb unerkannt.

Kurz darauf, gegen 5 Uhr, gab es den nächsten Zeugenhinweis, diesmal von der Jahnstraße. Dort hatte ein Anwohner beobachtet, wie zwei unbeleuchtete Motorroller mit mehreren Personen in einer Garage des Allwetterbades verschwanden. Sondereinsatzkräfte umstellten wenig später das Objekt. Der Sprecher einer Verhandlungsgruppe forderte die Männer auf, die Garage zu verlassen – was sie taten. Drei 22- bis 25-Jährige ließen sich widerstandslos festnehmen. Die Polizei fand in der Garage zwei Motorroller, mögliche Tatwerkzeuge und Geld.

Doch damit war die Fahndung noch nicht abgeschlossen. Es gab einen weiteren entscheidenden Hinweis eines Zeugen: Auf der Mühlenstraße warteten offenbar schon längere Zeit zwei verdächtige Männer in zwei Pkw mit niederländischen Kennzeichen. Einsatzkräfte konnten die beiden 18- und 24-Jährigen festnehmen. Die Autos wurden sichergestellt.

Landrat Thomas Hendele, Chef der Kreispolizei, war schon sehr früh über das Einsatzgeschehen informiert worden. Er bedankte sich bei den „Zeugen, die mit ihrem Engagement diesen schnellen Festnahmeerfolg erst möglich gemacht haben“.

Erst im Juni dieses Jahres hatten Unbekannte einen Automaten der Commerzbank im Stadtteil Hösel gesprengt. Ob es einen Zusammenhang zum aktuellen Fall gibt, wird geklärt. Das Landeskriminalamt wurde eingeschaltet.

Die Polizei sucht weiterhin nach dem vermeintlich unfallbeteiligten Fußgänger, der den flüchtenden Motorrollern auf der Krummenweger Straße am gestrigen Morgen offenbar im Weg stand: Telefon 02012/9981-6210.

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