Weil die Säulen rauf- und runterfahren, bleiben sie nun unten.

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Die neuen Absperrpoller in der Fußgängerzone erhalten verschiedene Funksignale.

Die neuen Absperrpoller in der Fußgängerzone erhalten verschiedene Funksignale.

Stefan Fries

Die neuen Absperrpoller in der Fußgängerzone erhalten verschiedene Funksignale.

Ratingen. Wenn einmal der Wurm drin ist: Eigentlich sollten die Poller ab dem 17. Dezember die Innenstadt außerhalb streng geregelter Anlieferungszeiten von Fahrzeugverkehr freihalten. Den ersten Dauereinsatz haben die fünf Säulen auch bestanden. Obwohl viele unter „Dauer“ etwas anderes verstehen. Schon am nächsten Tag verschwanden sie wieder in der Versenkung. Wegen diverser „Kleinigkeiten“, so Dirk Winkelmann, Abteilungsleiter im Tiefbauamt, bleiben die Poller abends und am Wochenende bis auf weiteres unten.

Antenne soll nun ausgebaut und an Straßenschilder montiert werden

Die beiden Funkantennen in den Steuersäulen stören sich gegenseitig. Ein Sender ist für die Verbindung etwa zu Arztpraxen zuständig, der andere sorgt für die Datenübermittlung ins Rathaus. Dass die beiden Sender sich jetzt gegenseitig ins Gehege kommen, habe man eben erst im Dauerbetrieb herausbekommen.

Für die Anwohner der Pollerstandorte hatte das Funkchaos unangenehme Folgen. So fuhr der Poller direkt am Café Bös an der Düsseldorfer Straße ununterbrochen piepsend rauf und runter. Der eine Sender bekam den Befehl zum Absenken, der andere meldete: geht nicht, ausfahren – immer wieder.

Winkelmann: „Die Mitarbeiter und Kunden im Café haben durch das ständige Piepsen Hörnchen gekriegt – aber keine Butterhörnchen.“ Die Art der Störung sei auch für den Hersteller ungewöhnlich. „Sie bauen die Poller ja nicht zum ersten Mal.“

Normalerweise würden die Daten über eine Standleitung in die Zentrale übertragen. In Ratingen wurde aber auf eine Funkübertragung gesetzt, um die Kosten für eine fest verlegte Leitung zu sparen.

Winkelmann sieht die neue Panne noch als „Probebetrieb“. Zumal es auch schon eine Lösung gebe: Eine Senderantenne soll aus der Steuersäule raus und an einem Pfosten für ein Straßennamensschild montiert werden – etwa an der Lintorfer Straße. Für andere Standorte werden ähnliche Lösungen gesucht.

An der Minoritenstraße gibt es das Problem, dass Lastwagen, die nah vor der Steuersäule stehen, die Funksignale in Richtung Rathaus abschirmen. Am 7. Januar soll umgebaut werden. Einen Erfolg konnte die Polizei indes vermelden: Sie kann die Poller von der Leitstelle zentral absenken.

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