Vor mehr als 800 Gästen in der ausverkauften Stadthalle feiert der Prinz seinen Einstand.

Karneval
In den zurückliegenden 30 Jahren hat er 24 Karnevalsprinzen als Adjutant begleitet – nun lässt sich Fritz II. selbst feiern: von der Ehrengarde, dem Publikum und seiner Prinzessin Petra I. (r.).

In den zurückliegenden 30 Jahren hat er 24 Karnevalsprinzen als Adjutant begleitet – nun lässt sich Fritz II. selbst feiern: von der Ehrengarde, dem Publikum und seiner Prinzessin Petra I. (r.).

Stefan Fries

In den zurückliegenden 30 Jahren hat er 24 Karnevalsprinzen als Adjutant begleitet – nun lässt sich Fritz II. selbst feiern: von der Ehrengarde, dem Publikum und seiner Prinzessin Petra I. (r.).

Ratingen. Am Samstag fand in der Dumeklemmer-Halle in Ratingen die feierliche Kür des Prinzenpaares Prinz Fritz II. und Prinzessin Petra I. statt. Dabei ist Prinz Fritz II. ein ganz besonderes närrisches Oberhaupt: In den vergangenen 30 Jahren hat er sage und schreibe 24 Karnevalsprinzen als Adjutant begleitet.

Entsprechend groß waren der Jubel und die Zustimmung im Saal, als das närrische Volk gefragt wurde, ob es diesen Prinzen wolle: Es gab nicht einen, der dem sympathischen Fritz die royalen Würden missgönnt hätte, als er mit Prinzenkette, Pritsche, Feder, Buch und Stadtkette – überreicht von Bürgermeister Harald Birkenkamp – feierlich gekürt wurde.

Ein Karnevalsprinz mit viel Musik im Blut

Mit so viel Erfahrung konnte der Prinz in seiner Antrittsrede natürlich auch aus so manchem karnevalistischen Nähkästchen plaudern.

Danach konnte das Publikum in der mit 800 Gästen ausverkauften Dumeklemmerhalle ein närrisches Programm vom Feinsten erleben. Prinz und Prinzessin hatten sich Auftritte des Tambourcorps’ und der Showtanztruppe Rot-Weiß gewünscht – und königliche Wünsche sind selbstverständlich ein Befehl.

Dabei zeigte Prinz Fritz auch sofort, dass er wirklich ein Prinz aus dem Volk sein will: Er griff kurzerhand zur Flöte und spielte sich beim Auftritt des Tambourcorps’ selbst ein Ständchen. Immerhin ist er dort Mitglied und spielt normalerweise Flöte und Fagott. Eine schöne Geste: Der Tambourcorps war mit Buttons angetreten, die groß verkündeten: „Wir sind Prinz!“

Das Corps besteht seit 1926. Ursprünglich war es ein reiner Männercorps mit vielen Auftritten auf großen Bühnen und im Fernsehen.

Chris und Andreas Ehrlich sind Gewinner des internationalen „Prix Juventa Magica“ und der deutschen Jugendmeisterschaft im Zaubern. Sie hatten bereits Auftritte in New York und Hollywood und tragen den Titel „Magier des Jahres 2004“.

Die Showtanztruppe Rot-Weiß gab ein Stück aus „1000 und einer Nacht“ zum besten, die das Publikum in das Reich der persischen Märchen entführte – einschließlich eines komplett blau angemalten Aladins, der unter der dicken Schminke gewaltig schwitzte. Mit aufwändigen Kostümen begeisterten die Tänzer die jubelnden Narren.

„Ehrlich Brothers“ verzaubern das Publikum

Danach gab es countrymäßig angehauchte Musik der „Kölsch Fraktion“, bei der auch die Karnevalsmuffel unter den anwesenden Würdenträgern so langsam auftauten und unter den Tischen begannen, mit den Füßen zu wippen.

Ein besonderer war der Auftritt der „Ehrlich Brothers“. Die beiden jungen Magier verzauberten das Publikum mit einer Bühnenshow, die so lustig wie verblüffend war. Erst verwandelte sich ein 20-Euro-Schein vor den Augen des erstaunten Publikums in einen Fünf-Euro-Schein und umgekehrt.

Unvermittelt wurden Konfettimassen aus der Luft geholt, und das sprechende Kamel Alexandrio riss die Narren zu Lachstürmen hin.

Der definitive Höhepunkt des Abends folgte dann mit dem Auftritt des Tanzcorpse’ „Luftflotte“, das mit atemberaubender Akrobatik punktete und das Publikum von den Stühlen riss.

Der Abend klang schließlich mit der Musik von „Hahnenschrei“ und den „Domstürmern“ aus.

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