Die Geschäftsleute, die es am Rande der City nicht leicht haben, bringen die Einkaufsstraßen bei Kunden mit Aktionen ins Gespräch.

Ratingen. Gerd Pfankuchen weiß nur zu gut, dass der Einzelhandel auf der Bahnstraße keinen leichten Stand hat. Dennoch ist der Inhaber des Geschäftes für Haushaltswaren guten Mutes, dass man die Einkaufsstraße am Rande der Innenstadt weiter stärken kann. Dies geschieht in kleinen Schritten, mit Hilfe von Aktionen, die zeigen sollen, dass man für die Kunden da ist. Längst denkt Pfankuchen schon an die nächsten Monate – und sogar bereits an Weihnachten. „Mein Traum ist es, die schöne Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt bis zur Höhe Ratinger Brauhaus zu ziehen“, meinte er, „damit würde man die Bahnstraße weiter aufwerten.“

Im Frühjahr stehen weitere Gespräche mit Kollegen an

Auf der Hochstraße sei dies bereits der Fall, erzählte Pfankuchen, „es ist natürlich eine Frage der Finanzierung“. Der Einzelhändler ist auch Mitglied des Innenstadt-Werberings City-Kauf und hat dort bereits für diese Idee geworben. Insgesamt gehe es darum, den Bereich Hochstraße/Bahnstraße noch besser an die Innenstadt anzubinden. „Die Fußgängerzone hört ja bei Betten Isenbügel quasi auf“, erklärt Pfankuchen, „es wäre wünschenswert, diese Zone weiter Richtung Hochstraße/Bahnstraße zu ziehen.“ Ob es dazu kommen wird, ist angesichts der Bauprojekte in der Innenstadt allerdings fraglich. Pfankuchen weiß das, gibt jedoch die Hoffnung nicht auf. Im Frühjahr stehen weitere Gespräche mit Kollegen von der Bahnstraße und Hochstraße an. „Wir treffen uns dann und besprechen unseren Aktionsplan“, betonte er.

Gern lassen die Kaufleute ihre Einkaufsstraßen am Rande der City aufblühen: Mit etlichen Blumenkästen an Gittern und großen Töpfen vor den Läden sollte den Kunden im vergangenen Jahr gezeigt werden, dass sie willkommen sind. Es ist nicht die einzige Aktion: Das Engagement der Kaufleute wurde beim Schaufensterwettbewerb des Stadtmarketings (RMG) mit gleich zwei Preisen belohnt, die an die Bahnstraße gingen.

Schaufenster sind das wichtigste Aushängeschild für Geschäfte

Die kleine, bislang etwa 15-köpfige Gemeinschaft um Pfankuchen, Sabine Wenzel (Mode Emser) und Reiner Krippahle (Salzgrotte) hatte nach eigenem Bekunden schon mit der Aktion im Advent Erfolg. Weihnachtsbäumchen zierten damals die Straßen und Geschäftseingänge. Schaufenster sind das wichtigste Aushängeschild für Geschäfte.

Die Idee mit dem hübschen Blumenbeet an der Bahnstraße hat sich etabliert. „Die Stadt pflegt diesen Bereich“, sagt Pfankuchen erfreut. Bürgermeister Klaus Pesch lobte das Engagement der Händler anlässlich der Verleihung der Preise beim RMG-Schaufensterwettbewerb.

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