Abiturienten haben zum Kennenlernen eingeladen.

Gemeinsam malten und spielten die Kinder und Jugendlichen in der Schule.
Gemeinsam malten und spielten die Kinder und Jugendlichen in der Schule.

Gemeinsam malten und spielten die Kinder und Jugendlichen in der Schule.

Achim Blazy

Gemeinsam malten und spielten die Kinder und Jugendlichen in der Schule.

„Wir wollen ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz setzen.“. Vor allem wollen die Abiturienten mehr als bloß Lippenbekenntnisse leisten. „Nur zu reden, reicht nicht. Wir möchten etwas tun. Und zwar richtig nachhaltig“, wie Florian (18) sagt.

Also haben die Schüler des Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasiums ein Flüchtlingsprojekt initiiert. „Sie sollen merken, dass sie bei uns von Herzen willkommen sind.“ 22 Flüchtlinge im Alter zwischen 12 bis 15 Jahren aus verschiedenen Ratinger Unterkünften wurden zu zu einem gemeinsamen Tag an den Karl-Mücher-Weg eingeladen. „Schon das Frühstück war super“, freute sich Hannelore Becker, eine der ehrenamtlichen Betreuerin der Flüchtlinge.

Denn fürs Büffet hatten die Gymnasiasten daran gedacht, für die muslimischen Gäste „vieles außer Schwein“ aufzutischen. Zwischen Tee und Kaffee wurden erste Kontakte geknüpft, über Hobbys, Interessen und schulischen Alltag geredet. „Die meisten sprechen gut deutsch.“, staunten die Abiturienten.

Wo die gemeinsame Sprache nicht ausreichte, half Gestikulieren mit Händen und Füßen. Aufgeteilt in drei Gruppen ging es dann mit intensiven Sportaktionen - international und jenseits aller Altersklassen wird eben gerne gekickt - weiter.

„Es ist schön, Leuten so nah zu kommen“, sagte Elsa (12). Ursprünglich stammt sie aus dem Kosovo. Ebenso wie Bleona (13) ist sie nun seit einem halben Jahr in der „neuen Heimat“; „ich gewöhne mich langsam, finde Freunde“, sagt sie. Die Projekt-Idee gefällt ihr. Wie nachhaltig es über den Tag hinaus ist, wird sich zeigen.

„Und wird wollen den Flüchtlingen zeigen, dass sie auf unsere Hilfsbereitschaft zählen können“, sagte Gerrit. Auf Augenhöhe soll ein Umdenken stattfinden. Am liebsten beispielhaft für andere Schulen. „Wäre nicht schlecht, wenn andere das nachmachen würden.“

Zusammen gestalteten die Jugendlichen ein Laken unter der Überschrift „Freundschaft“. Suza (10) hinterlässt ihren Handabdruck in blau, Elsa hat neben ihren Namen eine riesige Sonnenblume gepinselt. „Dies Herz steht für Freundschaft“, sagt einer.

Weil das Integrations-Projekt keine Eintagsfliege sein sol wurden bereits Fördermittel für ein gemeinsames Theaterprojekt beantragt.

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